The Hobbit - An Unexpected Journey (2012)
Gesehen am 15. Dezember 2012 im Kino
Lau, hier ist meine Review! Ich will aber trotzdem noch mit dir drüber reden!
Ich
habs gemacht, Freunde, ich habe 20 Pfund bezahlt um mir den Hobbit im
Odeon am Leicester Square anzusehen! Das ist das mördermäßig riesige
Kino da wo immer die UK-Premieren von all den richtig großartigen Filem
stattfinden, zB Harry Potter. Gut wars, das Kino, aber ich hätte doch
etwas dichter an der Leinwand sitzen können. Naja, man lernt dazu.
Woa,
der Hobbit! Wo soll ich anfangen? 169 Minuten Laufzeit, demnach fast
drei Stunden, und, wie sich das gehört, ohne Pause! Bevor jetzt hier die
doofen Kommentare kommen "Na, Sandi, bist du auch nicht eingeschlafen?"
Nein, verdammt, und das lag auch nicht nur daran, dass ich schon morgen
um 11 rein bin. Wenn man freitags abends um 10 anfängt, einen drei
Stunden langen Film zu sehen und dabei in einem bequemen Bett sitzt,
kann es eben passieren, dass man wegnickt. Herrje.
Aber ich schweife ab.
Den
Plot brauche ich sicher nicht großartig zu erläutern; Bilbo lässt sich
von Gandalf und dreizehn Zwergen überreden, auf eine Quest mitzukommen,
deren Ziel es ist, das ehemalige Zuhause der Zwerge zurückzugewinnen, in
dem jetzt ein Drache wohnt. Ich mochte das Buch schon sehr gerne,
lieber als die HdR-Trilogie, muss ich sagen. Bilbo ist einfach ein super
Charakter, der gerne mal grummelt und eigentlich keine Lust hat und
lieber daheim bleiben würde. Aber irgendwie juckt es ihn halt doch in
seinen behaarten Füßen, und er entscheidet sich, sich diese Chance auf
ein Abenteuer dann doch nicht entgehen zu lassen.
Ich persönlich
kann mich super in Bilbo hineinversetzen, eher als in Frodo zumindest.
Der hat irgendwie diese aufopferungsmäßige Gute-Figur-Schiene am laufen,
die mich ja doch eher nicht so anspricht. Und Martin Freeman spielt ihn
großartig! Ich hatte das ja von Anfang an erwartet, aber es war ein
Fest, ihn in der Rolle zu sehen. Ich kenne ihn ja sonst nur als John
Watson in Sherlock, und da ist er ja der bodenständige, grummelige
Sidekick zur exzentrischen Hauptfigur. Fantastische Besetzung,
jedenfalls!
Jetzt gabs im Vorfeld ja diverse
Diskussionen darüber, warum man den Hobbit, ein 351-seitiges Buch, auf
drei Filme verteilt, ebenso wie die HdR-Trilogie, die insg auf 1285
Seiten kommt. Dominik hat mir dazu ein nettes Bild an meine
Facebook-Wall gepostet, mit der Erklärung "money". Dem würde ich
grundsätzlich nicht widersprechen; natürlich wird aus einem Franchise
immer alles rausgepumpt, was nur irgendwie geht (Star Wars Angry Birds,
anyone?). Aber trotzdem untertützte ich die Tatsache, dass sie eine
Trilogie draus machen, voll und ganz. Ich bin immer gerne vorne mit
dabei wenns darum geht, zu jammern, dass Buch-Verfilmungen niemals
akribisch akkurat sind, und ich weiß, die meisten von euch sind es auch.
Und jetzt denkt mal drüber nach: 351 Seiten auf drei Filme, dass sind
118 Seiten pro dreistündigen Film, also knapp 40 Seiten pro Stunde. Das
ist fast Lesegeschwindigkeit, und selbst wenn man die umfassende
Backstory zurechnet, die PJ mit reingenommen hat (gute Wahl, btw!), dann
haben wir hier die wohl optimalste Umsetzung von Buch auf Film - ever!
Es wurde sich Zeit genommen fürs Detail, für (wie immer!) wunderschöne
Landschaftsaufnahmen von NZ, Gespräche, und und und. Da haben wir einen
echten Fanboy, der versucht, ein spitzen Buch in einen gebührenden Film
umzusetzen.
Gelungen, meiner Meinung nach.
Oh, und Gandalf!
Herrlich, sein Charakter gefällt mir im Hobbit auch nochmal besser als
in HdR. Da war er immer so schlecht gelaunt und fies zu Merry und
Pippin. Okay, die haben auch ne Menge Mist gebaut, aber im Hobbit ist er
sensationell.
Der einzige Kritikpunkt, den ich äußern kann: Was soll das mit dem
gutaussehenden Zwerg? Hä? Schon auf dem Poster springt Kili einfach
volle Kanne raus. Versteh ich nicht.
Also, Hobbit!
10/10, wen wunderts, nachdem ihr meine Review gelesen habt. Vielleicht
gehe ich sogar nochmal rein, aber erst im neuen Jahr. Mein Geldbeutel
blutet sonst.
Samstag, 15. Dezember 2012
The Magician's Nephew - C.S. Lewis
The Magician's Nephew (Chronicles of Narnia #1)
Gelesen vom 06. bis zum 14. Dezember 2012
Jaah, endlich habe ich mich an die Chroniken von Narnia gegeben! Nachdem ich Ela die Bücher ja schon vor ner halben Ewigkeit (mehr oder weniger erfolgreich?) angedreht habe, musste ich dann jetzt auch mal nachgeben. Issy bekommt nämlich "The Lion, The Witch and The Wardrobe" als Gute-Nacht-Geschichte vorgelesen, und das nicht selten von mir. Und das ist ja immerhin der zweite Band, und auch wenn ich den Film schon gesehen habe muss ich trotzdem den 1. mal aufholen.
Wers kennt weiß, dass es ein eher dünner Schmöker ist, aber es ist ja auch ein Kinderbuch. 208 Seiten, demnach ~30 pro Tag. Wie bei allen Kinderbüchern, die man fataler Weise nicht als Kind sondern als Erwachsener liest, fängt einen die Magie nicht ganz so sehr ein, wie sie könnte/sollte, dafür fallen einem aber diverse andere Details auf, die Kinderaugen oder -ohren entgehen würden.
Aber zum Plot!
Die geschichte handelt von Polly und Diggory, Nachbarskinder und Freunde, die eines Tages versuchen, durch einen geheimen Verbindungsgang in ihren Reihenhäusern ins leerstehende Nachbarhaus zu krabbeln. Tatsächlich landen sie dann aber im Studierzimmer von Diggory's unsympathischem und irgendwie leicht verrückten Onkel, einem "Magier" (The Magician's Nephew, get it?), und der schickt sie mit Zauberringen in den Wald zwischen den Welten. Von dort aus machen sie einen ungewollten Ausflug nach Cern (nicht das Kaff in der Schweiz) und wecken Königin Jardis aus ihrem tausendjährigen(?) Schlaf. (Frage an die Kenner: Die ist doch die Eishexe, oder? Ich war mir nicht mehr sicher mit dem Namen und zu faul, nachzusehen.) Mit ihr im Schlepptau gehts dann erst mal zurück nach Hause, London, und Jardis stellt sich gewaltig an. Um sie wieder los zu werden versuchen Polly und Diggory, zurück in diesen Zwischen-Wald zu gelangen. Dummer Weise kommen dabei aber ein Kutscher, ein Pferd und Onkel Andrew auch noch mit. Große Gruppe, wa? Den falschen Abzweig erwischen sie auch und landen dann in Narnia.
Und jetzt kommt mein Lieblingsteil: Narnia existiert nämlich noch nicht, und sie sind quasi gerade im Augenblick der Schöpfung angekommen.
Wer C. S. Lewis kennt weiß, dass er sich ja nicht wenig mit dem Christentum beschäftigte. Und die biblische Schöpfungsgeschichte ist hier absolut und super offensichtlich als Vorlage für die zweite Hälfte des Buches genommen. Detailliert und schön beschrieben, und für Kinderohren so ansprechend und trotzdem versteckt genug, als das man es nicht als solche erkennen muss. Sehr schön, Mr Lewis, sehr schön. Alle Charaktere sind auch vertreten, und klar ist Jardis die Schlange. Ob man da jetzt ne Feminismus-Diskussion anfangen sollte, so à la: Warum isn die Frau schon wieder die Böse, wtf? Ich denke eher nicht. Mir steht zumindest nicht der Sinn danach, und ich wills mal durchgehen lassen.
Also, schönes Buch, theoretisch nicht notwendig, um die anderen zu verstehen (so wie ich das sehe), abgesehen natürlich für den Part Origins of Queen Jardis, wenn sie denn die Eishexe ist. Lest es euren Kindern vor, wenn ihr irgendwann welche habt.
Gelesen vom 06. bis zum 14. Dezember 2012
Jaah, endlich habe ich mich an die Chroniken von Narnia gegeben! Nachdem ich Ela die Bücher ja schon vor ner halben Ewigkeit (mehr oder weniger erfolgreich?) angedreht habe, musste ich dann jetzt auch mal nachgeben. Issy bekommt nämlich "The Lion, The Witch and The Wardrobe" als Gute-Nacht-Geschichte vorgelesen, und das nicht selten von mir. Und das ist ja immerhin der zweite Band, und auch wenn ich den Film schon gesehen habe muss ich trotzdem den 1. mal aufholen.
Wers kennt weiß, dass es ein eher dünner Schmöker ist, aber es ist ja auch ein Kinderbuch. 208 Seiten, demnach ~30 pro Tag. Wie bei allen Kinderbüchern, die man fataler Weise nicht als Kind sondern als Erwachsener liest, fängt einen die Magie nicht ganz so sehr ein, wie sie könnte/sollte, dafür fallen einem aber diverse andere Details auf, die Kinderaugen oder -ohren entgehen würden.
Aber zum Plot!
Die geschichte handelt von Polly und Diggory, Nachbarskinder und Freunde, die eines Tages versuchen, durch einen geheimen Verbindungsgang in ihren Reihenhäusern ins leerstehende Nachbarhaus zu krabbeln. Tatsächlich landen sie dann aber im Studierzimmer von Diggory's unsympathischem und irgendwie leicht verrückten Onkel, einem "Magier" (The Magician's Nephew, get it?), und der schickt sie mit Zauberringen in den Wald zwischen den Welten. Von dort aus machen sie einen ungewollten Ausflug nach Cern (nicht das Kaff in der Schweiz) und wecken Königin Jardis aus ihrem tausendjährigen(?) Schlaf. (Frage an die Kenner: Die ist doch die Eishexe, oder? Ich war mir nicht mehr sicher mit dem Namen und zu faul, nachzusehen.) Mit ihr im Schlepptau gehts dann erst mal zurück nach Hause, London, und Jardis stellt sich gewaltig an. Um sie wieder los zu werden versuchen Polly und Diggory, zurück in diesen Zwischen-Wald zu gelangen. Dummer Weise kommen dabei aber ein Kutscher, ein Pferd und Onkel Andrew auch noch mit. Große Gruppe, wa? Den falschen Abzweig erwischen sie auch und landen dann in Narnia.
Und jetzt kommt mein Lieblingsteil: Narnia existiert nämlich noch nicht, und sie sind quasi gerade im Augenblick der Schöpfung angekommen.
Wer C. S. Lewis kennt weiß, dass er sich ja nicht wenig mit dem Christentum beschäftigte. Und die biblische Schöpfungsgeschichte ist hier absolut und super offensichtlich als Vorlage für die zweite Hälfte des Buches genommen. Detailliert und schön beschrieben, und für Kinderohren so ansprechend und trotzdem versteckt genug, als das man es nicht als solche erkennen muss. Sehr schön, Mr Lewis, sehr schön. Alle Charaktere sind auch vertreten, und klar ist Jardis die Schlange. Ob man da jetzt ne Feminismus-Diskussion anfangen sollte, so à la: Warum isn die Frau schon wieder die Böse, wtf? Ich denke eher nicht. Mir steht zumindest nicht der Sinn danach, und ich wills mal durchgehen lassen.
Also, schönes Buch, theoretisch nicht notwendig, um die anderen zu verstehen (so wie ich das sehe), abgesehen natürlich für den Part Origins of Queen Jardis, wenn sie denn die Eishexe ist. Lest es euren Kindern vor, wenn ihr irgendwann welche habt.
Donnerstag, 13. Dezember 2012
Hugo
Hugo (2011)
Gesehen am 12. Dezember 2012 auf DVD
Oh was für ein wundervoller Film dem ich 10 Punkte gegeben habe! Ja, ich weiß, ich haue manchmal 10 Punkte raus für Filme, die sie vielleicht nicht verdienen. Aber für mich ist ein Film die 10 Punkte wert wenn er mich so verzaubert, dass ich ohne Probleme über Schwachstellen und Logiklücken hinweg sehen kann, und Hugo hat mich verzaubert! Laut moviepilot hat den noch keiner von euch gesehen (außer Holli, aber die ist nicht auf moviepilot). MACHT ES, Leute!
Der Film spielt in Paris in 1930, und dreht sich um den Waisenjungen Hugo Cabret, der in einem Bahnhof wohnt und dort die Uhren aufzieht. Sein Vater, Uhrmacher, ist kürzlich verstorben, und das einzige was er noch von ihm übrig hat ist eine mechanische Aufziehpuppe, die er zu reparieren versucht. In dem Bahnhof ist allerlei los, und Hugo findet sich bald in einer viel größeren Geschichte, als er ursprünglich erwartet hätte.
Die Geschichte ist toll erzählt, die Umgebung liebevoll gestaltet, der Soundtrack ganz fantastisch und insgesamt ist der Film einfach irgendwie zauberhaft. Mit Drama wird es nicht übertrieben; es gibt keine allzu großen setbacks und trotzdem ist die Story fesselnd und hat mich mehr als einmal dazu gebracht, laut mit "no, no, no, no!" oder ähnlichem zu kommentieren.
Christopher Lee spielt mit (hallo? Legende!), außerdem Ben Kingsley und Sacha Baron Cohen (ich wusste der kommt mir bekannt vor!). Und ich liebe einfach Asa Butterfield, der die Hauptrolle hat. Er ist einfach total goldig und knuffig, ich mochte ihn schon als Mordred in Merlin total.
Seht euch den Film an, Leute, ich kann ihn nur empfehlen!
(Oh, falls das nicht offensichtlich war: Es gibt keine Action, nichts fliegt in die Luft, keine schnellen Autos und keine Gefechte. Es ist eine schöne Geschichte.)
Außerdem habe ich Colverfield gesehen, aber dazu poste ich keine Meinung. Der war komisch.
Gesehen am 12. Dezember 2012 auf DVD
Oh was für ein wundervoller Film dem ich 10 Punkte gegeben habe! Ja, ich weiß, ich haue manchmal 10 Punkte raus für Filme, die sie vielleicht nicht verdienen. Aber für mich ist ein Film die 10 Punkte wert wenn er mich so verzaubert, dass ich ohne Probleme über Schwachstellen und Logiklücken hinweg sehen kann, und Hugo hat mich verzaubert! Laut moviepilot hat den noch keiner von euch gesehen (außer Holli, aber die ist nicht auf moviepilot). MACHT ES, Leute!
Der Film spielt in Paris in 1930, und dreht sich um den Waisenjungen Hugo Cabret, der in einem Bahnhof wohnt und dort die Uhren aufzieht. Sein Vater, Uhrmacher, ist kürzlich verstorben, und das einzige was er noch von ihm übrig hat ist eine mechanische Aufziehpuppe, die er zu reparieren versucht. In dem Bahnhof ist allerlei los, und Hugo findet sich bald in einer viel größeren Geschichte, als er ursprünglich erwartet hätte.
Die Geschichte ist toll erzählt, die Umgebung liebevoll gestaltet, der Soundtrack ganz fantastisch und insgesamt ist der Film einfach irgendwie zauberhaft. Mit Drama wird es nicht übertrieben; es gibt keine allzu großen setbacks und trotzdem ist die Story fesselnd und hat mich mehr als einmal dazu gebracht, laut mit "no, no, no, no!" oder ähnlichem zu kommentieren.
Christopher Lee spielt mit (hallo? Legende!), außerdem Ben Kingsley und Sacha Baron Cohen (ich wusste der kommt mir bekannt vor!). Und ich liebe einfach Asa Butterfield, der die Hauptrolle hat. Er ist einfach total goldig und knuffig, ich mochte ihn schon als Mordred in Merlin total.
Seht euch den Film an, Leute, ich kann ihn nur empfehlen!
(Oh, falls das nicht offensichtlich war: Es gibt keine Action, nichts fliegt in die Luft, keine schnellen Autos und keine Gefechte. Es ist eine schöne Geschichte.)
Außerdem habe ich Colverfield gesehen, aber dazu poste ich keine Meinung. Der war komisch.
Freitag, 7. Dezember 2012
Lord of the Flies - William Golding
Lord of the Flies
Gelesen vom 17. November bis zum 03. Dezember 2012
Die Tatsache das ich für 193 Seiten 16 Tage gebraucht habe (das sind ~12 pro Tag) lässt schon darauf schließen, dass ich nicht unbedingt begeistert war.
Für alle, die das Buch nicht im Englisch-LK gelesen haben: Ein Haufen Englischer Schuljungen zwischen 6 und 10 stürzen (warum auch immer?!) mit nem Flieger auf einer einsammen Insel ab und sind dann auf sich alleine gestellt. Achtung, Spoiler: Die Hölle bricht los. Surprise.
Bevor ihr mich jetzt als Kulturbanausen steinigt: Ich finde die Story an sich sehr, sehr, sehr großartig! Es ist wirklich viel Gesellschaftskritisches drin und es ist schockierend und schockierend realistisch was passiert und regt wirklich, wirklich zum Nachdenken an. Deswegen sollte man das Buch in jedem Fall gelesen haben.
Was mir nicht gefallen hat war der Schreibstil. Ich kanns nicht genau erklären, aber ich fand es unglaublich anstregend und ermüdend, ich musste mich regelrecht zum Lesen aufraffen. Und das finde ich echt nicht ansprechend. Okay, das Buch ist von 54, demnach ist die Sprache alt und manche Worte outdated, aber ihr kennt mich - damit hab ich ich generell alles andere als ein Problem. Hier allerdings... ich weiß nicht. Es trug irgendwie dazu bei, die Story träger zu machen und der (pseudo?)Slang war irgendwie nervig.
Das klingt jetzt negativer als ich wollte - wie gesagt, fantastische Story an sich. Ich muss allerdings sagen, I'm the King of the Castle hat mir bei weitem mehr Spaß gemacht; ich bin froh, dass wir das gelesen haben und nicht LotF.
Overall 6/10, habe ich sicher ausreichend bergründet. Und denkt dran, jeder das Recht auf seine Meinung, also, Anne, Sandi, zerreißt mich bloß nicht in der Luft.
Gelesen vom 17. November bis zum 03. Dezember 2012
Die Tatsache das ich für 193 Seiten 16 Tage gebraucht habe (das sind ~12 pro Tag) lässt schon darauf schließen, dass ich nicht unbedingt begeistert war.
Für alle, die das Buch nicht im Englisch-LK gelesen haben: Ein Haufen Englischer Schuljungen zwischen 6 und 10 stürzen (warum auch immer?!) mit nem Flieger auf einer einsammen Insel ab und sind dann auf sich alleine gestellt. Achtung, Spoiler: Die Hölle bricht los. Surprise.
Bevor ihr mich jetzt als Kulturbanausen steinigt: Ich finde die Story an sich sehr, sehr, sehr großartig! Es ist wirklich viel Gesellschaftskritisches drin und es ist schockierend und schockierend realistisch was passiert und regt wirklich, wirklich zum Nachdenken an. Deswegen sollte man das Buch in jedem Fall gelesen haben.
Was mir nicht gefallen hat war der Schreibstil. Ich kanns nicht genau erklären, aber ich fand es unglaublich anstregend und ermüdend, ich musste mich regelrecht zum Lesen aufraffen. Und das finde ich echt nicht ansprechend. Okay, das Buch ist von 54, demnach ist die Sprache alt und manche Worte outdated, aber ihr kennt mich - damit hab ich ich generell alles andere als ein Problem. Hier allerdings... ich weiß nicht. Es trug irgendwie dazu bei, die Story träger zu machen und der (pseudo?)Slang war irgendwie nervig.
Das klingt jetzt negativer als ich wollte - wie gesagt, fantastische Story an sich. Ich muss allerdings sagen, I'm the King of the Castle hat mir bei weitem mehr Spaß gemacht; ich bin froh, dass wir das gelesen haben und nicht LotF.
Overall 6/10, habe ich sicher ausreichend bergründet. Und denkt dran, jeder das Recht auf seine Meinung, also, Anne, Sandi, zerreißt mich bloß nicht in der Luft.
Sonntag, 2. Dezember 2012
X-Men
X-Men, X2, X-Men: The Last Stand, X-Men Origins: Wolverine und X-Men: First Class
Gesehen am 26., 27., 28., 29. und 30. November 2012 auf DVD
Katie ist X-Men Fan, also hab ich mich überreden lassen, eine X-Men Woche zu machen. Von Montag bis Freitag jeden Abend ein neuer Film (es gibt ja genug), angefangen mit dem ersten Teil aus 2000, geendet mit dem aktuellsten, der Prequel von 2011.
Worums bei X-Men geht ist ja weithin bekannt; ein Haufen Mutanten kämpfen auf der guten Seite gegen einen Haufen Mutanten auf der bösen Seite, die Menscheit ist sich uneinig ob sie Freunde sein wollen oder nicht und Wolverine versucht verzweifelt rauszufinden, warum er son "harter" Kerl ist (ahaha - get it? Weils eien Knochen mit Adamantium ummantelt sind? Nein? Okay.).
Ein weiterer sehr erfolgreicher Zweig des Marvel-Franchise, schon länger im Rennen als das Avengers-Abteil und bei weitem besser als Fantastic Four. Seit mehr als 10 Jahren hauen sie immer mal einen Streifen raus, der neuste steht 2014 auf dem Programm und wird ebenfalls eine Prequel.
Solide Superhelden, auch wenn einige nerven (hust, hust, Jean Grey, Rogue, ich meine euch), dafür aber einen durchaus akzeptablen Antihelden, Wolverine, der allerdings wiedermal durch seinen Arschloch-Charme besticht (wo wir wieder beim Thema wären, Anne - ich hoffe du weißt, worauf ich anspiele), und großartige böse Gegenspieler. Magneto ist ja wohl epic, und Mystique finde ich einfach gut! Sabertooth ist creepy und an den Rest kann ich mich nicht erinnern - die sprangen da halt so rum. Ansonsten ist Storm sehr sympathisch, allerdings dümpelte die immer so etwas im Hintergrund rum - schade! Katies große Hoffnung ist ja eine Origin-Story für sie, und ich stehe dahinter!
Aber teilen wir das mal fair auf:
X-Men 1-3: Gelungene Storyline, nicht episch aber durchaus fesselnd, schöne Superheldenfilme in denen - SPOILER - natürlich die Guten gewinnen. Ian McKellen und Patrick Stewart machen jedenfalls jeweils eine super Figur als Dr Charles Xavier und Eric Lensherr, alias Dr X und Magneto.
Origins: Wolverine: Joa, was soll ich sagen? Wolverine ist badass, und natürlich braucht der eine dramatische Backgroundstory. Er ist mir einfach grunsätzlich nicht sooooo sympathisch. Klar, Hugh Jackman is Wolverine, how dare he, aber ich würde mich da meinungsmäßig zwischen JD und Dr Cox einordnen - sowohl badass als auch ass.
First Class: Hat mir erstaunlicher Weise von allen am besten gefallen! Ich stehe ja ohnehin auf Prequels (meistens) und es war schön, erklärt zu bekommen, wie genau es zu dem Zerwürfnis zwischen Charles und Eric kam. James McAvoy und Michael Fassbender machen eine gute Figur, und ich mochte den (wenn auch kurzen Teil), in dem die beiden ernsthaft gute Freunde waren und rumgereist sind auf der Jagd nach Mutanten für ihre Crew. Schöne Männerfreundschaft.
Also, falls ihrs nicht eh schon getan habt: Schaut die X-Men Filme! Einzelbewertungen könnt ihr euch auf moviepilot anschauen, falls Interesse besteht.
Gesehen am 26., 27., 28., 29. und 30. November 2012 auf DVD
Katie ist X-Men Fan, also hab ich mich überreden lassen, eine X-Men Woche zu machen. Von Montag bis Freitag jeden Abend ein neuer Film (es gibt ja genug), angefangen mit dem ersten Teil aus 2000, geendet mit dem aktuellsten, der Prequel von 2011.
Worums bei X-Men geht ist ja weithin bekannt; ein Haufen Mutanten kämpfen auf der guten Seite gegen einen Haufen Mutanten auf der bösen Seite, die Menscheit ist sich uneinig ob sie Freunde sein wollen oder nicht und Wolverine versucht verzweifelt rauszufinden, warum er son "harter" Kerl ist (ahaha - get it? Weils eien Knochen mit Adamantium ummantelt sind? Nein? Okay.).
Ein weiterer sehr erfolgreicher Zweig des Marvel-Franchise, schon länger im Rennen als das Avengers-Abteil und bei weitem besser als Fantastic Four. Seit mehr als 10 Jahren hauen sie immer mal einen Streifen raus, der neuste steht 2014 auf dem Programm und wird ebenfalls eine Prequel.
Solide Superhelden, auch wenn einige nerven (hust, hust, Jean Grey, Rogue, ich meine euch), dafür aber einen durchaus akzeptablen Antihelden, Wolverine, der allerdings wiedermal durch seinen Arschloch-Charme besticht (wo wir wieder beim Thema wären, Anne - ich hoffe du weißt, worauf ich anspiele), und großartige böse Gegenspieler. Magneto ist ja wohl epic, und Mystique finde ich einfach gut! Sabertooth ist creepy und an den Rest kann ich mich nicht erinnern - die sprangen da halt so rum. Ansonsten ist Storm sehr sympathisch, allerdings dümpelte die immer so etwas im Hintergrund rum - schade! Katies große Hoffnung ist ja eine Origin-Story für sie, und ich stehe dahinter!
Aber teilen wir das mal fair auf:
X-Men 1-3: Gelungene Storyline, nicht episch aber durchaus fesselnd, schöne Superheldenfilme in denen - SPOILER - natürlich die Guten gewinnen. Ian McKellen und Patrick Stewart machen jedenfalls jeweils eine super Figur als Dr Charles Xavier und Eric Lensherr, alias Dr X und Magneto.
Origins: Wolverine: Joa, was soll ich sagen? Wolverine ist badass, und natürlich braucht der eine dramatische Backgroundstory. Er ist mir einfach grunsätzlich nicht sooooo sympathisch. Klar, Hugh Jackman is Wolverine, how dare he, aber ich würde mich da meinungsmäßig zwischen JD und Dr Cox einordnen - sowohl badass als auch ass.
First Class: Hat mir erstaunlicher Weise von allen am besten gefallen! Ich stehe ja ohnehin auf Prequels (meistens) und es war schön, erklärt zu bekommen, wie genau es zu dem Zerwürfnis zwischen Charles und Eric kam. James McAvoy und Michael Fassbender machen eine gute Figur, und ich mochte den (wenn auch kurzen Teil), in dem die beiden ernsthaft gute Freunde waren und rumgereist sind auf der Jagd nach Mutanten für ihre Crew. Schöne Männerfreundschaft.
Also, falls ihrs nicht eh schon getan habt: Schaut die X-Men Filme! Einzelbewertungen könnt ihr euch auf moviepilot anschauen, falls Interesse besteht.
Mittwoch, 14. November 2012
Rivers of London - Ben Aaronovitch
Rivers of London
Gelesen vom 02.November bis 12. November 2012
10 Tage lang, also 39 Seiten pro Tag. Warum das keine gute Entscheidung war erkläre ich später.
Zu Anfang allerdings erst mal wie ich zu diesem Buch gekommen bin. Vor einigen Monaten hat VG es mir empfohlen, und nach kurzen auschecken auf amazon habe ich nicht dafür entschieden, es direkt zu kaufen. Was genau dagegen sprach kann ich jetzt nicht mehr sagen. Dann bin ich allerdings in einem vintage-Kellershop in der Brick Lane (oder Hipster Paradise) über eine second-hand-Version für stolze drei Pfund gestolpert und dachte mir so: Naja, viel kannste ja nicht falsch machen.
Das Buch handelt von Peter Grant, einem jungen Polizisten beim Metropolitan Police Service, also der Londoner Polizei. Es ist ne Mischung aus Crime und Fanatsy, und wer mich kennt wird sich jetzt denken: Sandi liest Crime? Seit wann das? Ja, genau, für Crime habe ich nie viel übrig, es sei denn, es ist ansprechend in einem zweiten Genre verpackt, oder es spielt im London des letzten Jahrhunderts und die Hauptfiguren heißen Sherlock Holmes und Doctor Watson. Schon Heat Wave fand ich anstrengend und dabei stehe ich wirklich auf die Fernsehserie „Castle“. Aber ich schweife ab, ich wollte vom Plot erzählen.
Peter Grant, also, hängt gerade früh morgens an einem Mordschauplatz rum als er sich so mir nichts, dir nichts mit einem Geist unterhält. Und schon geht’s bergab für ihn. Oder bergauf, je nachdem. Er bekommt einen Mentor zugeteilt, der nicht nur Kommissar sondern auch Zauberer ist. Bei dem zieht er dann auch direkt ein (okay, der Gute hat ein richtig großes Haus) und wird sein Zauberschüler-Assistent-Laufbursche. Gemeinsam untersuchen sie dann eine Reihe zusammenhängender und merkwürdiger Mordfälle in London, und schlagen sich nebenbei mit den Göttern der Themse rum.
Geschrieben ist das ganze frisch und modern, man hat die Perspektive eines jungen Durchschnittstypen mit normalen Ansichten, der auch nicht unbedingt ein Blatt vor den Mund nimmt. Es lässt sich gut lesen, allerdings, wie bereits erwähnt, war es nicht so klug von mir nur hier und da mal ein paar Seiten zu lesen. Wie Crime das nämlich so an sich hat, gibts Hinweise und Verhöre und ständig neue kleine Sachen, die irgendwann vielleicht mal wichtig werden. Ich neige allerdings dazu, sowas gerne zu vergessen, weil die Charaktere mich oft mehr interessieren als die eigentlich Handlung. Ergo musste ich häufig Dinge nochmal nachlesen oder war verwirrt, wenn etwas (für mich) unvorhergesehenes passierte. Nicht optimal, also. Der Fantasy-Aspekt war daher leicht zu verfolgen und interessant, wobei allerdings gerade hier diverse Fragen offen blieben die offensichtlich auf eine Sequel scharf machen wollen. Die gibts auch schon, heißt Moon Over Soho, und wenn ich mit meiner Leseliste durch bin werde ich die mir vermutlich auch zulegen. Mal abwarten.
Besonders ansprechend fand ich auch die detaillierte Beschreibung der Örtlichkeiten. Ganz besonders, weil ein Großteil des Buches in Covent Garden spielt, einer wirklich schönen Ecke Londons wo ich auch schon des Öfteren war.
Alles in allem also empfehlenswert, 7/10 Punkten. Hat mich nicht vom Hocker gerissen, liebe die Hauptfigur nicht, an manchen Stellen etwas undurchsichtig und teilweise irritierend. Aber interessante Story an sich, viel Liebe zum Detail und toller Twist am Ende.
Gelesen vom 02.November bis 12. November 2012
10 Tage lang, also 39 Seiten pro Tag. Warum das keine gute Entscheidung war erkläre ich später.
Zu Anfang allerdings erst mal wie ich zu diesem Buch gekommen bin. Vor einigen Monaten hat VG es mir empfohlen, und nach kurzen auschecken auf amazon habe ich nicht dafür entschieden, es direkt zu kaufen. Was genau dagegen sprach kann ich jetzt nicht mehr sagen. Dann bin ich allerdings in einem vintage-Kellershop in der Brick Lane (oder Hipster Paradise) über eine second-hand-Version für stolze drei Pfund gestolpert und dachte mir so: Naja, viel kannste ja nicht falsch machen.
Das Buch handelt von Peter Grant, einem jungen Polizisten beim Metropolitan Police Service, also der Londoner Polizei. Es ist ne Mischung aus Crime und Fanatsy, und wer mich kennt wird sich jetzt denken: Sandi liest Crime? Seit wann das? Ja, genau, für Crime habe ich nie viel übrig, es sei denn, es ist ansprechend in einem zweiten Genre verpackt, oder es spielt im London des letzten Jahrhunderts und die Hauptfiguren heißen Sherlock Holmes und Doctor Watson. Schon Heat Wave fand ich anstrengend und dabei stehe ich wirklich auf die Fernsehserie „Castle“. Aber ich schweife ab, ich wollte vom Plot erzählen.
Peter Grant, also, hängt gerade früh morgens an einem Mordschauplatz rum als er sich so mir nichts, dir nichts mit einem Geist unterhält. Und schon geht’s bergab für ihn. Oder bergauf, je nachdem. Er bekommt einen Mentor zugeteilt, der nicht nur Kommissar sondern auch Zauberer ist. Bei dem zieht er dann auch direkt ein (okay, der Gute hat ein richtig großes Haus) und wird sein Zauberschüler-Assistent-Laufbursche. Gemeinsam untersuchen sie dann eine Reihe zusammenhängender und merkwürdiger Mordfälle in London, und schlagen sich nebenbei mit den Göttern der Themse rum.
Geschrieben ist das ganze frisch und modern, man hat die Perspektive eines jungen Durchschnittstypen mit normalen Ansichten, der auch nicht unbedingt ein Blatt vor den Mund nimmt. Es lässt sich gut lesen, allerdings, wie bereits erwähnt, war es nicht so klug von mir nur hier und da mal ein paar Seiten zu lesen. Wie Crime das nämlich so an sich hat, gibts Hinweise und Verhöre und ständig neue kleine Sachen, die irgendwann vielleicht mal wichtig werden. Ich neige allerdings dazu, sowas gerne zu vergessen, weil die Charaktere mich oft mehr interessieren als die eigentlich Handlung. Ergo musste ich häufig Dinge nochmal nachlesen oder war verwirrt, wenn etwas (für mich) unvorhergesehenes passierte. Nicht optimal, also. Der Fantasy-Aspekt war daher leicht zu verfolgen und interessant, wobei allerdings gerade hier diverse Fragen offen blieben die offensichtlich auf eine Sequel scharf machen wollen. Die gibts auch schon, heißt Moon Over Soho, und wenn ich mit meiner Leseliste durch bin werde ich die mir vermutlich auch zulegen. Mal abwarten.
Besonders ansprechend fand ich auch die detaillierte Beschreibung der Örtlichkeiten. Ganz besonders, weil ein Großteil des Buches in Covent Garden spielt, einer wirklich schönen Ecke Londons wo ich auch schon des Öfteren war.
Alles in allem also empfehlenswert, 7/10 Punkten. Hat mich nicht vom Hocker gerissen, liebe die Hauptfigur nicht, an manchen Stellen etwas undurchsichtig und teilweise irritierend. Aber interessante Story an sich, viel Liebe zum Detail und toller Twist am Ende.
Mittwoch, 7. November 2012
James Bond 007: Skyfall
Skyfall (2012)
Gesehen am 7.11.12 im Kino
Junge, junge: Mein erster Bond! Ja, ich weiß, Schande und so, blablabla, besonders, da wir Casino Royal sogar auf DVD haben. Aber wo ich schonmal in England bin und das fünfzigjährige Jubiläum ist gab es wohl einfach keinen Ausweg, als den 23. Bond im Kino zu sehen.
So viel zum Plot: Geheime Dokumente werden gestohlen, und Bond und seine Partnerin (nicht bloß ein sinnloses Bondgirl, sondern Angestellte beim MI6) liefern sich eine heiße Hetzjagd durch Istanbul, um die Diebe zu stellen. Im Verlauf dieser wird Bond verletzt und stürzt eine Brücke hinab in reißende Gewässer. Alle denken natürlich, er sei tot, und um die Dokumente ist es geschehen. M muss ich dafür einiges anhören - von wegen, sie sie zu alt und so - und das ganz besonders, nachdem die halben Headquarters von MI6 weggesprengt werden und Unbekannte damit drohen, die Dokumente Schritt für Schritt zu veröffentlichen. Das ist blöd für MI6 und die NATO, denn es ist eine Liste mit Namen von Undercover-Agents. Pech. Also fühlt sich Bond berufen, aus seinem Scheintod zurückzukehren und England den Allerwertesten zu retten, wie man(n) das eben so machst als Superagent. Wies dann weitergeht verrate ich nicht - schauts euch selber an.
Eine Meinung habe ich allerdings dazu. Diejenigen, die auf moviepilot sind, haben sicher schon gesehen, dass ich dem Film eine solide 8 verpasst habe. I got 99 reasons, and Daniel Craig ain't one of 'em. Ich muss schon sagen: Der haut mich einfach nicht um. Offensichtlich sollte dieser Film Tiefe haben; einen verletzlichen Bond zeigen. Das Script ließ das sicherlich auch zu - aber Craigs Gesicht irgendwie nicht. Ich weiß ja nicht, vielleicht kommts mir so vor, aber ich finde, er hat einfach nicht wirkliche eine Varietät an Gesichtsausdrücken. Die männliche Kristen Stewart? Mmh.
Da ich ja noch nie einen Bond gesehen habe, kann ich vielleicht nicht beurteilen, was 007 ausmacht. Aber wenn ich mir Daniel Craig anschaue kann ich nicht nachvollziehen, warum ihm so viele Frauen zu Füßen liegen wollen würden. Ich fand ihn schon in Verblendung nicht so Bombe, und Skyfall hat das nur wieder bestätigt. Schade, denn irgendwie konnte ich dadurch dem Charakter James Bond nicht viel abgewinnen. Wenn ich dazu komme schaue ich mir mal Sean Connery in der Rolle an. Ist sicher weitaus besser.
ABER. Ich mochte vielleicht dem Hauptcharakter nichts abgewinnen können, dafür liebte ich jedoch (fast) jeden einzelnen Nebencharakter.
Judi Dench als M - unfassbar gut! Die Klasse einer älteren Dame, die Stärke der Chefin des MI6, absolute und eiskalte Berechnung und dabei eine deratige Schlagfertigkeit! Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie großartig ich sie fand! Wie Anne so richtig bemerkte ist sie natürlich auch eine super Schauspielerin, aber wirklich: Glanzleistung!
Dann Javier Bardem als der Bösewicht: Ebenfalls großartig! Gerade so am Rande der Vernunft, und doch irgendwie verrückt war er unberechenbar und ungreifbar. Er wirkte einfach immer einen Schritt voraus, und selbst in Gefangenschaft hatte man den Eindruck, er ist nach wie vor überlegen. Für die, die den Film schon gesehen haben: Die Stelle, an der er Bond auf der Insel an den Stuhl gefesselt hat und plötzlich einen auf schwul macht ist ja wohl der Hammer. Wer hätte den mit so nem Verhalten gerechnet?! Priceless.Auch Ben Whishaw macht eine gute Figur als Q. Irgendwie nett, dass er so nerdig und gleichzeitig selbstbewusst ist. Er hat vermutlich keine Freunde, ist dafür aber verdammt klug und sich dessen bewusst. Überzeugend. Ist ich mag die Frisur. Jaja, typisch weiblicher Kommentar, aber kommt schon: Ich lächze nichts nach Daniel Craig, also beschwert euch nicht.
Abschließend muss ich noch ein bisschen von der cinematography schwärmen. Wundervoll! Die Jagd durch Istanbul, die Szenen in London, die Verfolgung in der Tube, Schottland: Um. werf. end. Wirklich gut gemacht, ganz besonders Schottland. Hammer. SPOILER: Wem hat sonst noch das Herz geblutet, also sie das Haus in die Luft gesprengt haben?Wirklich, wirklich gut!
Also, guter Film, super verständlich ohne tiefgreifendes Hintergundwissen und trotz gewagter Actioneinlagen nicht überzogen (wie zum Beispiel Alarm für Cobra 11). Allemal sehenswert, wenn nicht für Daniel Craig dann für alle anderen!
Gesehen am 7.11.12 im Kino
Junge, junge: Mein erster Bond! Ja, ich weiß, Schande und so, blablabla, besonders, da wir Casino Royal sogar auf DVD haben. Aber wo ich schonmal in England bin und das fünfzigjährige Jubiläum ist gab es wohl einfach keinen Ausweg, als den 23. Bond im Kino zu sehen.
So viel zum Plot: Geheime Dokumente werden gestohlen, und Bond und seine Partnerin (nicht bloß ein sinnloses Bondgirl, sondern Angestellte beim MI6) liefern sich eine heiße Hetzjagd durch Istanbul, um die Diebe zu stellen. Im Verlauf dieser wird Bond verletzt und stürzt eine Brücke hinab in reißende Gewässer. Alle denken natürlich, er sei tot, und um die Dokumente ist es geschehen. M muss ich dafür einiges anhören - von wegen, sie sie zu alt und so - und das ganz besonders, nachdem die halben Headquarters von MI6 weggesprengt werden und Unbekannte damit drohen, die Dokumente Schritt für Schritt zu veröffentlichen. Das ist blöd für MI6 und die NATO, denn es ist eine Liste mit Namen von Undercover-Agents. Pech. Also fühlt sich Bond berufen, aus seinem Scheintod zurückzukehren und England den Allerwertesten zu retten, wie man(n) das eben so machst als Superagent. Wies dann weitergeht verrate ich nicht - schauts euch selber an.
Eine Meinung habe ich allerdings dazu. Diejenigen, die auf moviepilot sind, haben sicher schon gesehen, dass ich dem Film eine solide 8 verpasst habe. I got 99 reasons, and Daniel Craig ain't one of 'em. Ich muss schon sagen: Der haut mich einfach nicht um. Offensichtlich sollte dieser Film Tiefe haben; einen verletzlichen Bond zeigen. Das Script ließ das sicherlich auch zu - aber Craigs Gesicht irgendwie nicht. Ich weiß ja nicht, vielleicht kommts mir so vor, aber ich finde, er hat einfach nicht wirkliche eine Varietät an Gesichtsausdrücken. Die männliche Kristen Stewart? Mmh.
Da ich ja noch nie einen Bond gesehen habe, kann ich vielleicht nicht beurteilen, was 007 ausmacht. Aber wenn ich mir Daniel Craig anschaue kann ich nicht nachvollziehen, warum ihm so viele Frauen zu Füßen liegen wollen würden. Ich fand ihn schon in Verblendung nicht so Bombe, und Skyfall hat das nur wieder bestätigt. Schade, denn irgendwie konnte ich dadurch dem Charakter James Bond nicht viel abgewinnen. Wenn ich dazu komme schaue ich mir mal Sean Connery in der Rolle an. Ist sicher weitaus besser.
ABER. Ich mochte vielleicht dem Hauptcharakter nichts abgewinnen können, dafür liebte ich jedoch (fast) jeden einzelnen Nebencharakter.
Judi Dench als M - unfassbar gut! Die Klasse einer älteren Dame, die Stärke der Chefin des MI6, absolute und eiskalte Berechnung und dabei eine deratige Schlagfertigkeit! Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie großartig ich sie fand! Wie Anne so richtig bemerkte ist sie natürlich auch eine super Schauspielerin, aber wirklich: Glanzleistung!
Dann Javier Bardem als der Bösewicht: Ebenfalls großartig! Gerade so am Rande der Vernunft, und doch irgendwie verrückt war er unberechenbar und ungreifbar. Er wirkte einfach immer einen Schritt voraus, und selbst in Gefangenschaft hatte man den Eindruck, er ist nach wie vor überlegen. Für die, die den Film schon gesehen haben: Die Stelle, an der er Bond auf der Insel an den Stuhl gefesselt hat und plötzlich einen auf schwul macht ist ja wohl der Hammer. Wer hätte den mit so nem Verhalten gerechnet?! Priceless.Auch Ben Whishaw macht eine gute Figur als Q. Irgendwie nett, dass er so nerdig und gleichzeitig selbstbewusst ist. Er hat vermutlich keine Freunde, ist dafür aber verdammt klug und sich dessen bewusst. Überzeugend. Ist ich mag die Frisur. Jaja, typisch weiblicher Kommentar, aber kommt schon: Ich lächze nichts nach Daniel Craig, also beschwert euch nicht.
Abschließend muss ich noch ein bisschen von der cinematography schwärmen. Wundervoll! Die Jagd durch Istanbul, die Szenen in London, die Verfolgung in der Tube, Schottland: Um. werf. end. Wirklich gut gemacht, ganz besonders Schottland. Hammer. SPOILER: Wem hat sonst noch das Herz geblutet, also sie das Haus in die Luft gesprengt haben?Wirklich, wirklich gut!
Also, guter Film, super verständlich ohne tiefgreifendes Hintergundwissen und trotz gewagter Actioneinlagen nicht überzogen (wie zum Beispiel Alarm für Cobra 11). Allemal sehenswert, wenn nicht für Daniel Craig dann für alle anderen!
Freitag, 2. November 2012
Inkheart - Cornelia Funke
Inkheart
Gelesen vom 29. Oktober bis zum 01. November 2012
Eieiei, schon wieder so ne tolle Bilanz: 137 Seiten pro Tag! Ich bin gut.
Ja, wie die meisten wohl schon bemerkt haben: Hier handelt es sich um die englische Version vom deutschen (kann man schon klassiker sagen? Nach nur 9 Jahren bestimmt nicht.) Kinderbuch Tintenherz. Der deutsche Einfluss hier im Haus ist echt nicht schlecht; beim Durchstöbern von Olivias Bücherregal bin ich nicht bloß über Tintenherz und die Folgebände, sondern auch über andere Werke von Cornelia Funke gestolpert. Ich bin begeistert!
Tintenherz gehört auch zu den Werken, die ich (warum auch immer?) nie gelesen habe. Jetzt kann man sich natürlich als 19-jährige mit ner 12-jährigen Protagonistin nur bedingt identifizieren. Aber das hat dem Buch zum Glück keinen Abbruch getan!
Eigentlich lese ich ja zur Zeit (haha - am 18. August habe ich angefangen!) The Hundred-Year Old Man Who Climbed Out Of The Window and Disappeared, aber herrje, die Story ist kaugummiger als Herr der Ringe, und noch dazu abgefahren bis zum Punkt unrealistisch. Also habe ich (ohne es zuzugeben, natürlich!) nach netter Ablenkung gesucht und sie in Form von Inkheart gefunden.
Für die, die die Story nicht kennen werde ich jetzt hier nichts sagen, denn das spoilert einfach alles. Aber es ist eine interessante Idee, die mich als Buchliebhaber natürlich volle Kanne anspricht. Logiklücken sind mir auch beim ersten Lesen keine aufgefallen (und das will was heißen), aber korrigiert mich gerne!
Am Anfang haben wir bloß die Perspektive von Meggie, je weiter die Story dann aber voranschreitet wird das gesplittet in Kapitel aus der Sicht von Staubfinger, Farid, Elinor und sogar Basta? Da bin ich mir nicht sicher. Sehr schön Abwechslungsreich jedenfalls.
Intellektuell ebenfalls wieder nicht großartig anspruchsvoll, und ich denkee auch nicht, dass das Buch einen nennenswerten Eindruck fürs Leben hinterlassen hat. Aber ich kann es definitv empfehlen! Sehr schön geschrieben; genug Geheimnisse, mysteriöse Gestalten und falsche Fährten und quasi <0 Romance. Okay, es ist ein Kinderbuch, aber selbst bei den Erwachsenen Charakteren spielt das nur bedingt eine Rolle.
Meggie und Mo sind realistische Charaktere, und besonders Meggie verhält sich absolut angemessen und glaubhaft. Bei Elinor wusste ich zunächst nicht, was ich von ihr halten sollte, aber letztendlich wuchs auch sie mir ans Herz. Staubfinger dagegen hat mir von ersten Moment gefallen. Wunderbarer Antiheld, ohne ein arroganter Arsch zu sein (wie zum Beispiel Han Solo).
Die Geschichte findet einen schönen Abschluss, und lässt dabei trotzdem einige Fragen unbeantwortet und damit genügend Vorbereitung auf einen zweiten Teil, ohne einen offensichtlichen Cliffhanger reinzuhauen. Man kann es also als solches genießen und muss nicht panisch den zweiten Band der Trilogie organisieren, weil man wissen muss, wies weiter geht (wie zum Beispiel bei HdR oder Rubinrot), und das ist mal echt nett zur Abwechslung.
Sollte man also auf jeden Fall gelesen haben (falls nicht ohnehin schon geschehen.)
Gelesen vom 29. Oktober bis zum 01. November 2012
Eieiei, schon wieder so ne tolle Bilanz: 137 Seiten pro Tag! Ich bin gut.
Ja, wie die meisten wohl schon bemerkt haben: Hier handelt es sich um die englische Version vom deutschen (kann man schon klassiker sagen? Nach nur 9 Jahren bestimmt nicht.) Kinderbuch Tintenherz. Der deutsche Einfluss hier im Haus ist echt nicht schlecht; beim Durchstöbern von Olivias Bücherregal bin ich nicht bloß über Tintenherz und die Folgebände, sondern auch über andere Werke von Cornelia Funke gestolpert. Ich bin begeistert!
Tintenherz gehört auch zu den Werken, die ich (warum auch immer?) nie gelesen habe. Jetzt kann man sich natürlich als 19-jährige mit ner 12-jährigen Protagonistin nur bedingt identifizieren. Aber das hat dem Buch zum Glück keinen Abbruch getan!
Eigentlich lese ich ja zur Zeit (haha - am 18. August habe ich angefangen!) The Hundred-Year Old Man Who Climbed Out Of The Window and Disappeared, aber herrje, die Story ist kaugummiger als Herr der Ringe, und noch dazu abgefahren bis zum Punkt unrealistisch. Also habe ich (ohne es zuzugeben, natürlich!) nach netter Ablenkung gesucht und sie in Form von Inkheart gefunden.
Für die, die die Story nicht kennen werde ich jetzt hier nichts sagen, denn das spoilert einfach alles. Aber es ist eine interessante Idee, die mich als Buchliebhaber natürlich volle Kanne anspricht. Logiklücken sind mir auch beim ersten Lesen keine aufgefallen (und das will was heißen), aber korrigiert mich gerne!
Am Anfang haben wir bloß die Perspektive von Meggie, je weiter die Story dann aber voranschreitet wird das gesplittet in Kapitel aus der Sicht von Staubfinger, Farid, Elinor und sogar Basta? Da bin ich mir nicht sicher. Sehr schön Abwechslungsreich jedenfalls.
Intellektuell ebenfalls wieder nicht großartig anspruchsvoll, und ich denkee auch nicht, dass das Buch einen nennenswerten Eindruck fürs Leben hinterlassen hat. Aber ich kann es definitv empfehlen! Sehr schön geschrieben; genug Geheimnisse, mysteriöse Gestalten und falsche Fährten und quasi <0 Romance. Okay, es ist ein Kinderbuch, aber selbst bei den Erwachsenen Charakteren spielt das nur bedingt eine Rolle.
Meggie und Mo sind realistische Charaktere, und besonders Meggie verhält sich absolut angemessen und glaubhaft. Bei Elinor wusste ich zunächst nicht, was ich von ihr halten sollte, aber letztendlich wuchs auch sie mir ans Herz. Staubfinger dagegen hat mir von ersten Moment gefallen. Wunderbarer Antiheld, ohne ein arroganter Arsch zu sein (wie zum Beispiel Han Solo).
Die Geschichte findet einen schönen Abschluss, und lässt dabei trotzdem einige Fragen unbeantwortet und damit genügend Vorbereitung auf einen zweiten Teil, ohne einen offensichtlichen Cliffhanger reinzuhauen. Man kann es also als solches genießen und muss nicht panisch den zweiten Band der Trilogie organisieren, weil man wissen muss, wies weiter geht (wie zum Beispiel bei HdR oder Rubinrot), und das ist mal echt nett zur Abwechslung.
Sollte man also auf jeden Fall gelesen haben (falls nicht ohnehin schon geschehen.)
Sonntag, 21. Oktober 2012
Ruby Red - Kerstin Gier
Girl About Time (oder eher Ruby Red)
Gelesen vom 18. auf den 19. Oktober 2012
Das ist mal ne Bilanz! 156 Seiten pro Tag. Ist hierbei allerdings auch kein Wunder, denn das geht runter wie Butter.
Ursprünglich habe ich Rubinrot zur Abizeit gelesen. Lisa hat mich drauf gebracht, denn die hatte alle drei Bände von ihrer Cousine ausgeliehen. Der Name der Autorin lässt es ja schon vermuten: Hier handelt es sich um ein deutsches Buch! Als ich allerdings das Kinderzimmer aufgeräumt habe, bin ich über die englische Ausgabe gestolpert: Girl About Time. Warum auch immer sie den Titel so verändert haben verstehe ich nicht, denn es gibt auch eine englische Ausgabe mit dem Titel "Ruby Red". Naja.
Wer das Buch kennt oder dem Link zur amazon-page gefolgt ist wird schon festgestellt haben, dass das hier alles andere als literarisch anspruchsvoll ist. Kitschige Teenie-Story, viel Romance und heartbreak, wie sich das gehört, und natürlich muss die Welt gerettet werden.
Aber.
Was mal ganz nett ist: Wie haben hier keinen social outcast, die keine Freunde hat und schon immer irgendwie anders war. Ganz im Gegenteil: Die Protagonistin ist voll normal, und zur Abwechslung ist das mal echt schön! Es fällt dadurch leichter, sich zu identifizieren. Auch ansonsten reagiert sie genau so, wie sich das für eine sechzehnjährige gehört. Von einer Sekunde auf die andere ist sie Hals über Kopf verliebt, und nach ner Woche weiß sie, dass sie den Rest ihres Leben mit ihrem Angebeteten verbringen will - ja klar, Schätzchen. Aber man kann darüber hinwegsehen, denn trotz allem ist sie eine gute Mischung aus normalem kleinen Mädchen, das nicht unbedingt im Mittelpunkt stehen muss, und selbstbewusster junger Frau die sich dennoch nicht auf der Nase rumtanzen lässt. Und schon gar nicht von ein paar wichtigtuerischen Mitgliedern einer uralten Loge von Zeitreisenden.
Die Story an sich ist nicht unbedingt tief, und ihre besondere Fähigkeit wirkt irgendwie zunächst ein wenig fehl am Platz und komisch, weil es scheinbar nicht mit dem Rest zusammen passt. Aber in den Folgebänden wird das erklärt, und dann ergibt es ein wenig mehr Sinn.
Dennoch ist es ein richtig schönes Teeniebuch, was sich verdammt gut lesen lässt und das (im Gegensatz zu HdR) keine einzige langweilige oder zähe Stelle hat. Die Geschehnisse fliegen nur so an einem vorbei, und bevor man sichs versieht ist man schon am Ende angekommen - ein Ende, dass natürlich einen super Cliffhanger hat, wie sich das gehört!
Gelesen vom 18. auf den 19. Oktober 2012
Das ist mal ne Bilanz! 156 Seiten pro Tag. Ist hierbei allerdings auch kein Wunder, denn das geht runter wie Butter.
Ursprünglich habe ich Rubinrot zur Abizeit gelesen. Lisa hat mich drauf gebracht, denn die hatte alle drei Bände von ihrer Cousine ausgeliehen. Der Name der Autorin lässt es ja schon vermuten: Hier handelt es sich um ein deutsches Buch! Als ich allerdings das Kinderzimmer aufgeräumt habe, bin ich über die englische Ausgabe gestolpert: Girl About Time. Warum auch immer sie den Titel so verändert haben verstehe ich nicht, denn es gibt auch eine englische Ausgabe mit dem Titel "Ruby Red". Naja.
Wer das Buch kennt oder dem Link zur amazon-page gefolgt ist wird schon festgestellt haben, dass das hier alles andere als literarisch anspruchsvoll ist. Kitschige Teenie-Story, viel Romance und heartbreak, wie sich das gehört, und natürlich muss die Welt gerettet werden.
Aber.
Was mal ganz nett ist: Wie haben hier keinen social outcast, die keine Freunde hat und schon immer irgendwie anders war. Ganz im Gegenteil: Die Protagonistin ist voll normal, und zur Abwechslung ist das mal echt schön! Es fällt dadurch leichter, sich zu identifizieren. Auch ansonsten reagiert sie genau so, wie sich das für eine sechzehnjährige gehört. Von einer Sekunde auf die andere ist sie Hals über Kopf verliebt, und nach ner Woche weiß sie, dass sie den Rest ihres Leben mit ihrem Angebeteten verbringen will - ja klar, Schätzchen. Aber man kann darüber hinwegsehen, denn trotz allem ist sie eine gute Mischung aus normalem kleinen Mädchen, das nicht unbedingt im Mittelpunkt stehen muss, und selbstbewusster junger Frau die sich dennoch nicht auf der Nase rumtanzen lässt. Und schon gar nicht von ein paar wichtigtuerischen Mitgliedern einer uralten Loge von Zeitreisenden.
Die Story an sich ist nicht unbedingt tief, und ihre besondere Fähigkeit wirkt irgendwie zunächst ein wenig fehl am Platz und komisch, weil es scheinbar nicht mit dem Rest zusammen passt. Aber in den Folgebänden wird das erklärt, und dann ergibt es ein wenig mehr Sinn.
Dennoch ist es ein richtig schönes Teeniebuch, was sich verdammt gut lesen lässt und das (im Gegensatz zu HdR) keine einzige langweilige oder zähe Stelle hat. Die Geschehnisse fliegen nur so an einem vorbei, und bevor man sichs versieht ist man schon am Ende angekommen - ein Ende, dass natürlich einen super Cliffhanger hat, wie sich das gehört!
Samstag, 20. Oktober 2012
LotR: The Two Towers - Tolkien
Der Herr der Ringe - Die Zwei Türme
Gelesen vom 25. September bis zum 21. Oktober 2012
Nachdem ich bei Band 1 ja noch eine durchschnittliche Rate von 26 Seiten pro Tag vorweisen konnte, sind es hier dagegen schon nur noch 16.
Könnte jetzt daran liegen, dass ich tausende anderer Sachen zutun hatte. Ich würde es allerdings lieber darauf schieben, dass sich besonders die zweite Hälfte gezogen hat wie Kaugummi.
Aber erst mal zum Inhalt: Die Gemeinschaft hat sich aufgelöst, und wir haben jetzt drei unterschiedliche Perspektiven: Aragorn, Legolas und Gimli, Merri und Pippin und Frodo und Sam. Ist jetzt erst mal nichts neues, denn das haben wir ja auch so im Film. Ich las also, voller Erwartung auf neue Begebenheiten, die PJ beim Filmmachen ignoriert hat, drauf los. Allerdings gabs die hier nicht. Beinahe optimal umgesetzt strotzt Teil 2 nur so vor Reiseberichten à la: Und dann wanderten wir dorthin, machten ein Feuer und aßen Lembas. Aragorn/Sam (je nachdem, welche Storyline es ist) schlafen scheinbar niemals, aber der Rest dagegen schon. Dann gehts am nächsten Tag genauso weiter. Relativ unspektakulär, wenn ich ehrlich bin. Wenn ich die Storylines bewerten sollte würde ich sagen, Aragorn & co sind auf Platz 1, anschließend Merri und Pippin, und Frodo und Sam sind am langweiligsten.
Also:
Aragorn, Legolas und Gimli: Lässt sich gut lesen, es passieren auch Sachen. Ebenso wie auch Arwens Rolle ja bedeutend kleiner war, darf auch (zu meinem großen Bedauern!) Eowin kaum was sagen. Schade!
Merri und Pippin: Ach ja, ich mag die Ents! Und die beiden sind ja ohnehin super sympathisch, wie sie da so sorglos und gut gelaunt vor sich hin wandern und Abenteuer erleben. Ihre Storyline ist aber relativ kurz, und im Endeffekt hängen sie auch hauptsächlich auf Baumbards Kopf rum und hören sich Lieder an.
Und irgendwie ist der neue Gandalf echt ganz schön bitchig, oder?
Frodo und Sam: Joa...für ne Ewigkeit wandern die erst mal durchs Nirgendwo. Irgendwann sammeln sie dann Gollum auf, und der führt sie dann weiter durchs Nirgendwo. Dabei ist ihnen kalt, sie haben Hunger, und Sam ist ständig misstrauisch und missmutig, Gollum ein creep, und Frodo...joa. Der hat halt den Ring. Nachdem sie dann mit Faramir zusammen stoßen kommt ein kleines bisschen tatsächliche Story, aber auch nur für son paar Seiten und dann - ja, sie sind zurück im Nirgendwo! Junge, Junge, selbst die ganze Aktion auf der Treppe, die ja bei den Filmen im dritten Teil erst kommt, ist zäh und alles andere als herzzreißend und dramatisch (SPOILER: Sam geht ja nicht mal weg. Laaahm.). Das einzige, was sich hier lohnt, sind die vielen Stellen, an denen Sam sich darüber auslässt, wie viel Frodo ihm bedeutet. Also davon gibts ja im Film auch einige schöne Stellen, aber das Buch ist da noch besser! Ich kann dazu nur sagen:
Zuvor: LotR 1 Review
Gelesen vom 25. September bis zum 21. Oktober 2012
Nachdem ich bei Band 1 ja noch eine durchschnittliche Rate von 26 Seiten pro Tag vorweisen konnte, sind es hier dagegen schon nur noch 16.
Könnte jetzt daran liegen, dass ich tausende anderer Sachen zutun hatte. Ich würde es allerdings lieber darauf schieben, dass sich besonders die zweite Hälfte gezogen hat wie Kaugummi.
Aber erst mal zum Inhalt: Die Gemeinschaft hat sich aufgelöst, und wir haben jetzt drei unterschiedliche Perspektiven: Aragorn, Legolas und Gimli, Merri und Pippin und Frodo und Sam. Ist jetzt erst mal nichts neues, denn das haben wir ja auch so im Film. Ich las also, voller Erwartung auf neue Begebenheiten, die PJ beim Filmmachen ignoriert hat, drauf los. Allerdings gabs die hier nicht. Beinahe optimal umgesetzt strotzt Teil 2 nur so vor Reiseberichten à la: Und dann wanderten wir dorthin, machten ein Feuer und aßen Lembas. Aragorn/Sam (je nachdem, welche Storyline es ist) schlafen scheinbar niemals, aber der Rest dagegen schon. Dann gehts am nächsten Tag genauso weiter. Relativ unspektakulär, wenn ich ehrlich bin. Wenn ich die Storylines bewerten sollte würde ich sagen, Aragorn & co sind auf Platz 1, anschließend Merri und Pippin, und Frodo und Sam sind am langweiligsten.
Also:
Aragorn, Legolas und Gimli: Lässt sich gut lesen, es passieren auch Sachen. Ebenso wie auch Arwens Rolle ja bedeutend kleiner war, darf auch (zu meinem großen Bedauern!) Eowin kaum was sagen. Schade!
Merri und Pippin: Ach ja, ich mag die Ents! Und die beiden sind ja ohnehin super sympathisch, wie sie da so sorglos und gut gelaunt vor sich hin wandern und Abenteuer erleben. Ihre Storyline ist aber relativ kurz, und im Endeffekt hängen sie auch hauptsächlich auf Baumbards Kopf rum und hören sich Lieder an.
Und irgendwie ist der neue Gandalf echt ganz schön bitchig, oder?
Frodo und Sam: Joa...für ne Ewigkeit wandern die erst mal durchs Nirgendwo. Irgendwann sammeln sie dann Gollum auf, und der führt sie dann weiter durchs Nirgendwo. Dabei ist ihnen kalt, sie haben Hunger, und Sam ist ständig misstrauisch und missmutig, Gollum ein creep, und Frodo...joa. Der hat halt den Ring. Nachdem sie dann mit Faramir zusammen stoßen kommt ein kleines bisschen tatsächliche Story, aber auch nur für son paar Seiten und dann - ja, sie sind zurück im Nirgendwo! Junge, Junge, selbst die ganze Aktion auf der Treppe, die ja bei den Filmen im dritten Teil erst kommt, ist zäh und alles andere als herzzreißend und dramatisch (SPOILER: Sam geht ja nicht mal weg. Laaahm.). Das einzige, was sich hier lohnt, sind die vielen Stellen, an denen Sam sich darüber auslässt, wie viel Frodo ihm bedeutet. Also davon gibts ja im Film auch einige schöne Stellen, aber das Buch ist da noch besser! Ich kann dazu nur sagen:
Alles
in Allem habe ich wohl eher aus Pflichtgefühl weitergelesen. Denn dank
der großartigen filmischen Umsetzung war auch hier meine Fantasie quasi
überhaupt nicht gefordet, und das ist echt blöd. Denn die Beschreibungen
sind ausführlich und toll, und lockern den sonst teilweise trockenen
Text richtig doll auf. Hätte ich also nicht schon vorgefertigte Bilder
im Kopf gehabt hätte mir das Lesen sicher mehr Freunde bereitet. Naja.
Mit
Band 3 lasse ich mir noch etwas Zeit, Lisa hat bereits gesagt, dass sie
da einfach nicht das Durchhaltevermögen hatte. Und sowas von Lisa!
ACHTUNG,
KORREKTUR: Wie konnte ich Lisa bloß jemals in Frage stellen? Natürlich
hat sie alles gelesen, was es nur geben kann. Aber sie hat trotzdem
gejammert, dass es ewig gedauert hat.
Zuvor: LotR 1 Review
Mittwoch, 10. Oktober 2012
The Perks of Being A Wallflower
Gesehen am 10.10.12
im Kino
“The Perks Of Being A Wallflower”, oder zu Deutsch “Vielleicht
lieber morgen” (dazu direkt: Was fürn bescheuerter Titel?) basiert auf dem
gleichnamigen Buch von Stephen Chbosky.
Es geht darin um Charlie, einen Freshman auf der Highschool, ein schüchterner Außenseiter ohne Freunde, der irgendwie halbherzig auf der Suche nach Anschluss ist. Sein bester Freund hat sich vor nicht allzu langer Zeit umgebracht oder ist gestorben, ich bin mir nicht sicher, deswegen er schreibt Briefe an sich selbst, um gegen die Einsamkeit zu arbeiten. Der einzige, mit dem er sich wirklich gut versteht, ist sein Englischlehrer, der versorgt ihn immer mit allerlei Büchern und Zusatzarbeiten, denn niveaumäßig ist er der Klasse voraus. Sein Elternhaus ist mäßig, und seine Schwester datet einen komischen Öko-Loser der sie hin und wieder verprügelt.
In einem Holz-Dingens-Kurs (so wie bei Ned’s Ultimativer Schulwahnsinn) lernt er dann Patrick kennen, und später dessen Adoptivschwester Sam. Die beiden sind Seniors und ziemlich cool, und mehr aus einer Laune oder Mitleid heraus nehmen sie Charlie mit auf eine Kellerparty. Langsam finden sie dann raus, dass Charlie tatsächlich keine Freunde hat, und beschließen dann – definitiv aus Mitleid – Charlie in ihre Freundesgruppe aufzunehmen.
Im Verlauf des Films erfährt man mehr über die Backstory von Charlie, Patrick und Sam, und auch diverser anderer Charaktere, und, wie sich das für eine comig of age – Geschichte gehört, Abgründe aller Art.
Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich das Buch (noch!) nicht gelesen habe, aber aus verschiedenen Ecken (hust, hust, tumblr.) gehört habe, dass es sich definitiv lohnt. Also dachte ich mir: Hey, ich gehe gern ins Kino, der Film verspricht genügend Stoff zum Nachdenken, also warum nicht. Ich hatte gewisse Erwartungen, die, zu meiner Freude, übertroffen wurden. Der Film hat Tiefe, Drama, und übertreibt es mit beidem nicht. Man hat zwar Stereotypen, aber die sind alles andere als überspitzt oder unglaubwürdig, und das Ende ist überraschend, hart, passt aber vollkommen ins Bild. Also auch wenn man kein Fan von coming-of-age Dramen ist, lohnt es sich, den Film anzusehen. Emma Watson macht eine gute Figur als Sam, und ebenso Logan Lerman als Charlie und Ezra Miller als Patrick. Auch Nina Dobrev zeigt in ihrer Rolle als Charlies Schwester, dass sie mehr kann als bloß Elena in The Vampire Diaries.
Nicht schön, aber ehrlich und regt zum Nachdenken an. Man hat danach vielleicht ein flaues Gefühl im Magen, aber besser als sinnlose Action mit herumfliegenden Autos ist es ja sowas von!
Es geht darin um Charlie, einen Freshman auf der Highschool, ein schüchterner Außenseiter ohne Freunde, der irgendwie halbherzig auf der Suche nach Anschluss ist. Sein bester Freund hat sich vor nicht allzu langer Zeit umgebracht oder ist gestorben, ich bin mir nicht sicher, deswegen er schreibt Briefe an sich selbst, um gegen die Einsamkeit zu arbeiten. Der einzige, mit dem er sich wirklich gut versteht, ist sein Englischlehrer, der versorgt ihn immer mit allerlei Büchern und Zusatzarbeiten, denn niveaumäßig ist er der Klasse voraus. Sein Elternhaus ist mäßig, und seine Schwester datet einen komischen Öko-Loser der sie hin und wieder verprügelt.
In einem Holz-Dingens-Kurs (so wie bei Ned’s Ultimativer Schulwahnsinn) lernt er dann Patrick kennen, und später dessen Adoptivschwester Sam. Die beiden sind Seniors und ziemlich cool, und mehr aus einer Laune oder Mitleid heraus nehmen sie Charlie mit auf eine Kellerparty. Langsam finden sie dann raus, dass Charlie tatsächlich keine Freunde hat, und beschließen dann – definitiv aus Mitleid – Charlie in ihre Freundesgruppe aufzunehmen.
Im Verlauf des Films erfährt man mehr über die Backstory von Charlie, Patrick und Sam, und auch diverser anderer Charaktere, und, wie sich das für eine comig of age – Geschichte gehört, Abgründe aller Art.
Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich das Buch (noch!) nicht gelesen habe, aber aus verschiedenen Ecken (hust, hust, tumblr.) gehört habe, dass es sich definitiv lohnt. Also dachte ich mir: Hey, ich gehe gern ins Kino, der Film verspricht genügend Stoff zum Nachdenken, also warum nicht. Ich hatte gewisse Erwartungen, die, zu meiner Freude, übertroffen wurden. Der Film hat Tiefe, Drama, und übertreibt es mit beidem nicht. Man hat zwar Stereotypen, aber die sind alles andere als überspitzt oder unglaubwürdig, und das Ende ist überraschend, hart, passt aber vollkommen ins Bild. Also auch wenn man kein Fan von coming-of-age Dramen ist, lohnt es sich, den Film anzusehen. Emma Watson macht eine gute Figur als Sam, und ebenso Logan Lerman als Charlie und Ezra Miller als Patrick. Auch Nina Dobrev zeigt in ihrer Rolle als Charlies Schwester, dass sie mehr kann als bloß Elena in The Vampire Diaries.
Nicht schön, aber ehrlich und regt zum Nachdenken an. Man hat danach vielleicht ein flaues Gefühl im Magen, aber besser als sinnlose Action mit herumfliegenden Autos ist es ja sowas von!
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Mittwoch, 19. September 2012
LotR: The Fellowship of the Ring - Tolkien
Der Herr der Ringe - The Fellowship of the Ring
Gelesen vom 29. August bis zum 19. September 2012
Ich weiß ich hänge vermutlich hinterher damit, Der Herr der Ringe zu lesen. So wie ich das sehe, lesen die meisten das vermutlich in etwas jüngeren Jahren, aber es macht auch mit 19 Spaß.
Nachdem ich ja Ende Juli den Habbot gelesen habe, um optimal auf die Verfilmung im Dezember vorbereitet zu sein, dachte ich: Es ist eine Schande, dass ich die Herr der Ringe Bücher noch nicht gelesen habe. Also habe ich mir während meinem ersten Ausflug auf die Oxford Street bei Foyles gleich alle drei Bände in einer passenden Box für 20 Pfund gekauft und direkt mit dem ersten begonnen.
Zum Inhalt werde ich wohl nicht zu viel sagen müssen, denn ich gehe davon aus, so ziemlich alle haben den Film gesehen. Auf der anderen Seite gehöre ich allerdings zu dieser Gruppe, und auch wenn böse Zungen behaupten, ich würde jedesmal einschlafen (dicke fette Lüge!), und ich muss schon sagen: So viel kann ich kaum verschlafen haben! Denn was mich zugebener Maßen echt irritiert hat was die Tatsache, dass mal eben die komplette erste Hälfte des Buches ABSOLUT, aber auch wirklich vollkommen anders ist als der Film. Tom Bomba-wer? Genau so saß ich vor dem Buch, als Frodo, Sam, Merri und Pippin fröhlich durch den Alten Wald spaziert sind und sich dann auch noch mit Grabunholden anlegten - oder kann jemand von euch was damit anfangen (Lisa und Laura sind außen vor).
Was am Anfang noch pure Verwirrung war, wandelte sich dann aber bald in begeistertes Interesse. Denn völlig andere Begebenheiten regen dann doch die Neugier an!
Im Vergleich dazu war die zweite Hälfte dann etwas magerer, denn zumindest ab der Wetterspitze gleichen sich Buch und Film dann fast wie ein Auge dem anderen. Selbstverständlich gibts im Buch eine größere Vielfalt an Charakteren, und Arwens Rolle fällt bei weiten kleiner und weniger wichtig aus (Hurra! Ich mag sie nicht!), aber zumindest die Schauplätze sind meiner Meinung nach überzeugend umgesetzt, und auch die Wahl der Schauspieler gefällt. Etwas schade ist das allerdings doch, denn dadurch war meine eigene Fantasie wenig gefordert, und erneut wurde mir klar: Bücher unbedingt lesen, bevor man die Filme anschaut!
Insgesamt sind es dann trotz allem 529 Seiten, auf denen nicht unbedingt allzu viel passiert. Wenn man im Film mal eine 5-10 sekündige Sequenz hat, in der man die Hobbits mit Streicher durch den Wald wandern sieht, sind dem im Buch mindestens 5-10 Seiten gewidmet. Das ist an sich nicht schlimm, und lässt es auch durchaus realistisch wirken (man braucht eben doch ne ganze Zeit, um von A nach B zu kommen, so ohne Pferd und alles), aber erklärt bestimmt, weshalb ich dann doch 20 Tage gebraucht habe. Auf der anderen Seite sind das knapp 26 Seiten pro Tag, und das ist doch einee gute Bilanz!
Abschließende Meinung:
Kann sich ziehen, und ist nicht unbedingt packend geschrieben. Aber man sollte es definitiv mal gelesen haben, oder wenigstens die erste Hälfte, so bis zur Ankunft in der Gaststädte Zum Tänzelnden Pony.
Gelesen vom 29. August bis zum 19. September 2012
Ich weiß ich hänge vermutlich hinterher damit, Der Herr der Ringe zu lesen. So wie ich das sehe, lesen die meisten das vermutlich in etwas jüngeren Jahren, aber es macht auch mit 19 Spaß.
Nachdem ich ja Ende Juli den Habbot gelesen habe, um optimal auf die Verfilmung im Dezember vorbereitet zu sein, dachte ich: Es ist eine Schande, dass ich die Herr der Ringe Bücher noch nicht gelesen habe. Also habe ich mir während meinem ersten Ausflug auf die Oxford Street bei Foyles gleich alle drei Bände in einer passenden Box für 20 Pfund gekauft und direkt mit dem ersten begonnen.
Zum Inhalt werde ich wohl nicht zu viel sagen müssen, denn ich gehe davon aus, so ziemlich alle haben den Film gesehen. Auf der anderen Seite gehöre ich allerdings zu dieser Gruppe, und auch wenn böse Zungen behaupten, ich würde jedesmal einschlafen (dicke fette Lüge!), und ich muss schon sagen: So viel kann ich kaum verschlafen haben! Denn was mich zugebener Maßen echt irritiert hat was die Tatsache, dass mal eben die komplette erste Hälfte des Buches ABSOLUT, aber auch wirklich vollkommen anders ist als der Film. Tom Bomba-wer? Genau so saß ich vor dem Buch, als Frodo, Sam, Merri und Pippin fröhlich durch den Alten Wald spaziert sind und sich dann auch noch mit Grabunholden anlegten - oder kann jemand von euch was damit anfangen (Lisa und Laura sind außen vor).
Was am Anfang noch pure Verwirrung war, wandelte sich dann aber bald in begeistertes Interesse. Denn völlig andere Begebenheiten regen dann doch die Neugier an!
Im Vergleich dazu war die zweite Hälfte dann etwas magerer, denn zumindest ab der Wetterspitze gleichen sich Buch und Film dann fast wie ein Auge dem anderen. Selbstverständlich gibts im Buch eine größere Vielfalt an Charakteren, und Arwens Rolle fällt bei weiten kleiner und weniger wichtig aus (Hurra! Ich mag sie nicht!), aber zumindest die Schauplätze sind meiner Meinung nach überzeugend umgesetzt, und auch die Wahl der Schauspieler gefällt. Etwas schade ist das allerdings doch, denn dadurch war meine eigene Fantasie wenig gefordert, und erneut wurde mir klar: Bücher unbedingt lesen, bevor man die Filme anschaut!
Insgesamt sind es dann trotz allem 529 Seiten, auf denen nicht unbedingt allzu viel passiert. Wenn man im Film mal eine 5-10 sekündige Sequenz hat, in der man die Hobbits mit Streicher durch den Wald wandern sieht, sind dem im Buch mindestens 5-10 Seiten gewidmet. Das ist an sich nicht schlimm, und lässt es auch durchaus realistisch wirken (man braucht eben doch ne ganze Zeit, um von A nach B zu kommen, so ohne Pferd und alles), aber erklärt bestimmt, weshalb ich dann doch 20 Tage gebraucht habe. Auf der anderen Seite sind das knapp 26 Seiten pro Tag, und das ist doch einee gute Bilanz!
Abschließende Meinung:
Kann sich ziehen, und ist nicht unbedingt packend geschrieben. Aber man sollte es definitiv mal gelesen haben, oder wenigstens die erste Hälfte, so bis zur Ankunft in der Gaststädte Zum Tänzelnden Pony.
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