Gelesen vom 25. September bis zum 21. Oktober 2012
Nachdem ich bei Band 1 ja noch eine durchschnittliche Rate von 26 Seiten pro Tag vorweisen konnte, sind es hier dagegen schon nur noch 16.
Könnte jetzt daran liegen, dass ich tausende anderer Sachen zutun hatte. Ich würde es allerdings lieber darauf schieben, dass sich besonders die zweite Hälfte gezogen hat wie Kaugummi.
Aber erst mal zum Inhalt: Die Gemeinschaft hat sich aufgelöst, und wir haben jetzt drei unterschiedliche Perspektiven: Aragorn, Legolas und Gimli, Merri und Pippin und Frodo und Sam. Ist jetzt erst mal nichts neues, denn das haben wir ja auch so im Film. Ich las also, voller Erwartung auf neue Begebenheiten, die PJ beim Filmmachen ignoriert hat, drauf los. Allerdings gabs die hier nicht. Beinahe optimal umgesetzt strotzt Teil 2 nur so vor Reiseberichten à la: Und dann wanderten wir dorthin, machten ein Feuer und aßen Lembas. Aragorn/Sam (je nachdem, welche Storyline es ist) schlafen scheinbar niemals, aber der Rest dagegen schon. Dann gehts am nächsten Tag genauso weiter. Relativ unspektakulär, wenn ich ehrlich bin. Wenn ich die Storylines bewerten sollte würde ich sagen, Aragorn & co sind auf Platz 1, anschließend Merri und Pippin, und Frodo und Sam sind am langweiligsten.
Also:
Aragorn, Legolas und Gimli: Lässt sich gut lesen, es passieren auch Sachen. Ebenso wie auch Arwens Rolle ja bedeutend kleiner war, darf auch (zu meinem großen Bedauern!) Eowin kaum was sagen. Schade!
Merri und Pippin: Ach ja, ich mag die Ents! Und die beiden sind ja ohnehin super sympathisch, wie sie da so sorglos und gut gelaunt vor sich hin wandern und Abenteuer erleben. Ihre Storyline ist aber relativ kurz, und im Endeffekt hängen sie auch hauptsächlich auf Baumbards Kopf rum und hören sich Lieder an.
Und irgendwie ist der neue Gandalf echt ganz schön bitchig, oder?
Frodo und Sam: Joa...für ne Ewigkeit wandern die erst mal durchs Nirgendwo. Irgendwann sammeln sie dann Gollum auf, und der führt sie dann weiter durchs Nirgendwo. Dabei ist ihnen kalt, sie haben Hunger, und Sam ist ständig misstrauisch und missmutig, Gollum ein creep, und Frodo...joa. Der hat halt den Ring. Nachdem sie dann mit Faramir zusammen stoßen kommt ein kleines bisschen tatsächliche Story, aber auch nur für son paar Seiten und dann - ja, sie sind zurück im Nirgendwo! Junge, Junge, selbst die ganze Aktion auf der Treppe, die ja bei den Filmen im dritten Teil erst kommt, ist zäh und alles andere als herzzreißend und dramatisch (SPOILER: Sam geht ja nicht mal weg. Laaahm.). Das einzige, was sich hier lohnt, sind die vielen Stellen, an denen Sam sich darüber auslässt, wie viel Frodo ihm bedeutet. Also davon gibts ja im Film auch einige schöne Stellen, aber das Buch ist da noch besser! Ich kann dazu nur sagen:
Alles
in Allem habe ich wohl eher aus Pflichtgefühl weitergelesen. Denn dank
der großartigen filmischen Umsetzung war auch hier meine Fantasie quasi
überhaupt nicht gefordet, und das ist echt blöd. Denn die Beschreibungen
sind ausführlich und toll, und lockern den sonst teilweise trockenen
Text richtig doll auf. Hätte ich also nicht schon vorgefertigte Bilder
im Kopf gehabt hätte mir das Lesen sicher mehr Freunde bereitet. Naja.
Mit
Band 3 lasse ich mir noch etwas Zeit, Lisa hat bereits gesagt, dass sie
da einfach nicht das Durchhaltevermögen hatte. Und sowas von Lisa!
ACHTUNG,
KORREKTUR: Wie konnte ich Lisa bloß jemals in Frage stellen? Natürlich
hat sie alles gelesen, was es nur geben kann. Aber sie hat trotzdem
gejammert, dass es ewig gedauert hat.
Zuvor: LotR 1 Review
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