Montag, 30. September 2013

Serien: HIMYM 9x01 und 9x02



Seit letzter Woche läuft die neunte Staffel How I Met Your Mother, und zum Staffelauftakt gab es gleich zwei Folgen. Ich weiß, dass die meisten von euch irgendwo zwischen der 6. Staffel und jetzt aufgegeben haben, aber ich bringe es einfach nicht über mich. Denn trotz des rapiden Qualitätsverlustes der letzten Jahre liebe ich Ted die Serie viel zu sehr, um mir die endgültige Auflösung entgehen zu lassen. Also!

9x01: The Locket

-Marshall ist auf dem Heimweg von Minnesota und hat irgendwie Pech mit seinem Flug, ebenso wie seine Mitreisende Daphne. Mit der legt er sich einige Male ziemlich an und lässt sich in typischer Marshall-Manier jedes Mal von ihr über den Tisch ziehen, während er verzweifelt versucht, ein Bild aus dem Internet zu löschen. Marshalls Mum hat nämlich ihrer Freude über die Berufung ihres Sohns zum Richter online Ausdruck verliehen, aber das darf Lily natürlich unter keinen Umständen sehen.
Diese Storyline tut dem Plot so gar nichts zu, spielt nur witzig mit der Unmöglichkeit, Fotos aus Facebook usw wieder zu entfernen.
- Barney und Robin sind derweil mit Ranjit unterwegs nach Farhampton, wo ihre Hochzeit stattfinden soll. Während sie sich über verrückte Verwandte unterhalten kommt dann plötzlich raus: Herrje, da gibt es einen gemeinsamen Cousin. Verzweifelt versuchen die beiden daraufhin herauszufinden, ob sie vielleicht sogar miteinander verwandt sind – oh Schreck!
Dem Zuschauer ist natürlich von Anfang an klar, dass das nicht sein kann. Nachdem Barney und Robin so lange als perfektes Paar aufgebaut wurden werden sie nicht wegen sowas zerrissen.
- Lily und Ted sind währenddessen im Auto auf dem Weg nach Farhampton. Lily ist aber nach einer Weile extrem genervt von Teds ständigen Fun Facts und seiner generellen Ted-ig-keit dass sie stattdessen lieber in den Zug nimmt. Hier trifft sie auf: DIE MUTTER! Ja, Lily trifft sie als erstes, und jammert ihr gleich von ihren Problemen mit Marshalls Mum vor.
Die Mutter macht einen äußerst sympathischen, wenn auch (noch) etwas überzogenen Eindruck – irgendwie wie Jess aus New Girl.
Über Ted kommt nur noch raus, dass er nun doch auf der Jagd nach Robins verschollener Kette ist, und offenbar trotz allem an der Hochzeit eine Bombe platzen lassen wird. Ted, bitte bitte bitte tus nicht, verdammt!

FAZIT: Das in dieser Folge direkt die Hochzeit stattfindet hatte ich nicht erwartet, aber die angeschlagene Geschwindigkeit lässt vermuten, dass Barney und Robin sich nicht vor Staffelmitte das Ja-Wort geben. Das Gefühl, wie schon seit leider zu langem, war: Es gab schon bessere Folgen.

9x02: Coming Back

-Marshall ist nach wie vor auf dem Weg nach New York und ärgert sich mit Daphne herum. Die beiden mieten sich letztendlich ein Auto zusammen, und endlich wird Marshalls Gutgläubigkeit und Menschheitsvertrauen nicht enttäuscht. Ansonsten gibt’s hier keinerlei Entwicklung, bloß die Vorschau auf einen sicher lustigen Road-Trip.
- Barney und Robin haben Probleme in Form von Barney Bruder James, laut Barney der einzige, dessen Beziehung Barney an die wahre Liebe glauben lässt, denn James lässt sich scheiden. Robin will das vor Barney geheim halten da sie sich Sorgen um die Stabilität ihrer eigenen Beziehung macht, sollte Barney einen derartigen Schlag erleidet. Barney nimmt das ganze allerdings gelassen und versichert Robin, dass er sie wirklich liebt.
Toller move von Barney, aber durchaus verständlich, dass Robin sich Sorgen macht. Man bedenke bloß mal Barney Vergangenheit.
- Lily hat nicht viel zu tun außer sich Sorgen um Marshall und dessen Abwesenheit zu machen und betrinkt sich deswegen. Plotfördernd.
- Ted muss sich derweil mit einem emotionalen Portier herumschlagen der ihn ständig mitleidig darauf aufmerksam macht, dass er sich alleine in einem Romantik-Hotel aufhält.
Nach der Hälfte der Folge war da irgendwie der Witz raus, aber Ted bekommt trotzdem eine tolle Szene am Ende der Folge; einen Rückblick nach einem weiteren Jahr, in dem er zusammen mit der Mutter über diese Ereignisse spricht.

FAZIT: Die Geschwindigkeit ist nach wie vor schneckenhaft – mal ehrlich, Marshalls Storyline ist seit zwei Folgen, dass er an einem Flughafen festhängt? Ist ja schlimmer als Danys Wanderung durch die Wüste nach Quarth, oder Frodo und Sam auf dem Weg zum Schicksalsberg.

Donnerstag, 26. September 2013

Serien: Agents of SHIELD 1x01

Marvel's Agents of Shield - ein lang erwartetes Projekt vom King der Nerds, Joss Whedon, soll uns einen genaueren Einblick in das Wirken der Geheimorganisation S.H.I.E.L.D. geben, und die Wartezeit zwischen neuen Kinofilmen überbrücken. Die Serie folgt einem speziellen Team aus geheimen Geheimermittlern um Agent Coulson (PHIL LEBT! Die Fans haben gesiegt), die sich mit allerlei Super-Phänomenen beschäftigen.

In der ersten Folge werden natürlich die Charaktere vorgestellt, und wir verfolgen Grand Wart, der als letzter von Coulson berufen wurde, im super-geheimen-Geheimteam mitzuspielen. Das besteht außer ihm noch aus Phil, einer Kickass-Chinesin, zwei britischen Nerds und einer anderen Frau, die ich nicht so gut definieren kann - ein Fangirl-Nerd mit Computer-Know-How und Strategie? Schwer zu sagen. Die alle jedenfalls müssen sich an einander gewöhnen, da Ward auch nicht unbedingt ein Teamplayer ist.
In ihrem ersten Fall verfolgen sie einen Mann mit extremer Stärke. Wie sich haraus stellt hat dieser an einem Experiment mit Extremis teilgenommen - schön, dass sie direkt einen existierenden Plot aufgreifen und einbinden, dass gibt der Sache eine tolle Kontinuität!

Ich hatte erwartet, dass sie Serie einen eher ernsten Ton anschlägt, immerhin sind SHIELD ja immer so pseuso-mysteriös. Positiv überrascht war ich deswegen, dass AoS sich perfekt an vorangehende Marvel-Filem anreiht, sich überhaupt sich ernst nimmt und vor Selbstironie strotzt. Zurückbilckend denke ich mir zwar, dass das auch notwendig ist, denn all die irren Gerätschaften die sie da so auffahren kann man wohl kaum ernst nehmen. Es fühlte sich aber an wie ein Iron Man Teil, nur eben auf Serienformat. Unbedingt zu empfehlen, also, auch wenn man kein hardcore-Nerd ist!

Dienstag, 17. September 2013

Serien: Sleepy Hollow 1x01

Episode 1 - Pilot

 Endlich ist es wieder so weit: Der Sommer ist vorbei, wir holen die dicken Klamotten raus, zünden Kerzen an und trinken jede Menge Tee, denn die dunkle Jahreszeit beginnt, und mit ihr bringt sie eine Welle von Serien. Nicht nur altbekannte gehen erneut ins Rennen, sondern auch einige interessante neue stehen dieses Mal auf meiner Liste.

Fangen wir an mit Sleepy Hollow, eine Fernsehserie des amerikanischen Senders FOX, dem wir unter anderem New Girl oder Bones zu verdanken haben. In der Neuauflage der klassischen Sage von Washington Irving wacht der Protagonist Ichabod Crane im 21. Jahrhundert auf nur um festzustellen, dass sein Erzfeind, der Kopflose Reiter, ihm hierhin gefolgt ist und seine böse Mission im Sleepy Hollow unserer Zeit fortzusetzen gedenkt. Ichabod versucht natürlich, dieses zu verhindern, und schließt sich deswegen mit der jungen Polizistin Abbie Mills zusammen, die selbst einige Verbindungen ins übernatürliche Millieu zu haben scheint.

Die Pilotfolge bot solide Unterhaltung und angemessene Spannung. Der Ichabod Crane hier hat wenig gemein mit dem aus Tim Burtons Verfilmung; er ist vor allem um einiges kompetenter und sympathischer. Er durchlebt in den 45 Minuten Laufzeit die klassische Storyline eines Zeitreisenden, der plötzlich in der Zukunft landet: Woa, Technologie!, Autos!, eine schwarze Polizistin in Hosen! Das wird aber keineswegs überzogen oder allzu sehr in den Vordergrund gerückt, denn solcherlei Geschichten hat man ja wirklich zu Genüge gesehen. Auch Abbie Mills ist sympathisch; eine zielgerichtete, kompetente junge Polizistin die sich zwar nichts gefallen lässt, aber trotzdem nicht bitchig wirkt. Die beiden haben eine gute Dynamik (Lis, wenn du das liest: Erinnert mich an Claire und Myrnin) und man hat nicht von Anfang an den Eindruck, dass das hier unweigerlich auf mehr als nur Partners in Crime hinauslaufen soll.
Was die Hintergründe und übernatürlichen Aspekte der Serie betrifft, so scheint sie sich allerdings einiges vorgenommen zu haben.

SPOILER ANFANG:
Indem der Kopflose Reiter als einer der Reiter der Apokalypse indentifiziert wird, das Auftauchen der weißen Bäume und Dämonen offenbar diese einleiten soll und ständig die Offenbarung zitiert wird macht mir ein bisschen Sorge, dass der Plot vielleicht etwas zu hoch gegriffen ist - wenn der Arc der ersten Staffel schon mit der bevorstehenden Apokalypse eingeleitet wird kann ja danach nicht mehr viel Steigerung kommen. Auch die Aussage von Ichabod bezüglich der sieben Jahre, die die beiden Zeugen das Übernatürliche bekämpfen, klingt irgendwie so voraussagend. Direkt in der Pilotfolge schon anzukündigen, dass man sieben Jahre und damit sieben Staffeln ins Auge gefasst hat...puh. Aber womöglich interpretiere ich da auch zu viel hinein.
SPOILER ENDE

Visuell und kameratechnisch gesehen hat mich die Serie nicht umgehauen, aber schauspielerisch kann man sich über die beiden Protagonisten nicht beschweren, und Tom Misons (Ichabod) posh-en Englischen Akzent begrüße ich selbstverständlich ungemein.

Fazit: Scheint Potential zu haben; werde ich verfolgen!

Montag, 16. September 2013

The Mortal Instruments – City of Bones




Es war mal wieder Zeit für einen vorhersehbar und vermutlich schlechten teeny-fantasy-Film, und was bietet sich da eher an als einer, der gerade im Kino läuft? Schnappe ich mir also Lis und Sahra, denn die sind ja immer vorne mit dabei, wenns ums schlechte-Filme-shaming geht.

Über die Mortal-Instruments-Serie, oder zu Deutsch Die Chroniken der Unterwelt, wusste ich nur, dass es irgendwie um Dämonen und Runen geht und Stephenie Meyer, also die Twilight-Autorin, die Bücher ziemlich großartig findet. In den Hauptrollen haben wir Lily „Riesenaugenbraue“ Collins als die komplett langweilige, jammernde, austauschbare weibliche Protagonistin Clary Frey und Jamie Campbell Bower (Grindelvald oder der blonde Jüngling, der sich in Sweeney Todds Tochter verliebt hat) als ultra-mysteriöser, ultra-attraktiver und ultra-badass Love-interest Jace.
Völlig berechenbar beginnt der Film mit einer Schilderung von Clarys extrem normalen Leben. DOCH HALT! Irgendwas stimmt nicht mit ihr, denn ständig malt sie gedankenverloren ein seltsames Symbol, dessen Bedeutung sie nicht weiß. Ihre Mutter reagiert auch plötzlich komisch, und während ihr „nerdiger“ bester Freund Simon das noch als unwichtig abtut, begegnet sie plötzlich einem mysteriösen Hottie, den außer ihr keiner zu sehen scheint! Dann, wer hätte es erwartet; PLOT TWIST! Clary ist gar kein normaler Mensch, sondern eine Schattenjägerin! Menschen mit irgendwelcher Engels-DANN (oder so), die sich auf die Dämonenjagd spezialisieren. Wissen tut sie davon nichts, denn ihre Mum, ebenfalls eine Schattenjägerin, lässt seit Jahren ihr Gedächtnis verzaubern, denn sie war mal big im buisness und hat dem Oberfiesling den Feuerkelch, nein, den Heiligen Gral, NEIN, den Engelskelch (entschuldigung, ist alles so ähnlich, da kommt man manchmal durcheinander) gestohlen. Den Wegweiser dazu hat sie natürlich in Clarys Kopf versteckt, und alle sind jetzt hinter der armen kleinen her.

Meine Erwartungen an diesen Film waren unterirdisch, und ich muss sagen, er hat mir richtig gut gefallen. Was natürlich nicht heißen soll, dass er gut war, um Himmels Willen! Aber er hat extrem Spaß gemacht in seiner fast übertriebenen Berechenbarkeit. Die schauspielerischen Leistungen ließen wie erwarten zu wünschen übrig, die Charaktere (uns ganz besonders Clary) waren irgendwo zwischen geradeweg unsympathisch und schwach. Anders als Bella Swan zB hatte Clary wenigstens ein bisschen Charakterprofil, was sie leider aber nicht unbedingt liebenswerter macht. Wieder einmal ein Franchise, der seine weibliche Protagonistin bloß darauf reduziert, wen sie denn nun jetzt heißer findet – ihren besten Freund oder den in leder gekleideten Unbekannten mit wallendem blonden Haar? Ebenfalls typisch – die Beziehung kommt so ziemlich aus dem Nichts. Okay, der Funke war scheinbar da, aber plötzlich ist von Liebe die Rede? Pff.

Trotz allem hatte ich nicht durchgehend das Bedürfnis, mich zu übergeben! Einige Stellen waren richtig witzig und der Film hat sich offensichtlich selbst ganz und gar nicht ernst genommen, und vielleicht war es gerade das, was den Film von seinen unzähligen austauschbaren Vorgängern unterscheidet. Wer also man wieder einen guten schlechten Film sehen will, dem kann ich City of Bones nur empfehlen. Wer weiß, vielleicht lese ich ja sogar demnächst mal die Bücher so zum Spaß, denn leider wurde der Dreh für die Sequel ja auf unbestimmte Zeit verschoben – und dabei hatten wir uns schon so sehr darauf gefreut.