Dienstag, 17. September 2013

Serien: Sleepy Hollow 1x01

Episode 1 - Pilot

 Endlich ist es wieder so weit: Der Sommer ist vorbei, wir holen die dicken Klamotten raus, zünden Kerzen an und trinken jede Menge Tee, denn die dunkle Jahreszeit beginnt, und mit ihr bringt sie eine Welle von Serien. Nicht nur altbekannte gehen erneut ins Rennen, sondern auch einige interessante neue stehen dieses Mal auf meiner Liste.

Fangen wir an mit Sleepy Hollow, eine Fernsehserie des amerikanischen Senders FOX, dem wir unter anderem New Girl oder Bones zu verdanken haben. In der Neuauflage der klassischen Sage von Washington Irving wacht der Protagonist Ichabod Crane im 21. Jahrhundert auf nur um festzustellen, dass sein Erzfeind, der Kopflose Reiter, ihm hierhin gefolgt ist und seine böse Mission im Sleepy Hollow unserer Zeit fortzusetzen gedenkt. Ichabod versucht natürlich, dieses zu verhindern, und schließt sich deswegen mit der jungen Polizistin Abbie Mills zusammen, die selbst einige Verbindungen ins übernatürliche Millieu zu haben scheint.

Die Pilotfolge bot solide Unterhaltung und angemessene Spannung. Der Ichabod Crane hier hat wenig gemein mit dem aus Tim Burtons Verfilmung; er ist vor allem um einiges kompetenter und sympathischer. Er durchlebt in den 45 Minuten Laufzeit die klassische Storyline eines Zeitreisenden, der plötzlich in der Zukunft landet: Woa, Technologie!, Autos!, eine schwarze Polizistin in Hosen! Das wird aber keineswegs überzogen oder allzu sehr in den Vordergrund gerückt, denn solcherlei Geschichten hat man ja wirklich zu Genüge gesehen. Auch Abbie Mills ist sympathisch; eine zielgerichtete, kompetente junge Polizistin die sich zwar nichts gefallen lässt, aber trotzdem nicht bitchig wirkt. Die beiden haben eine gute Dynamik (Lis, wenn du das liest: Erinnert mich an Claire und Myrnin) und man hat nicht von Anfang an den Eindruck, dass das hier unweigerlich auf mehr als nur Partners in Crime hinauslaufen soll.
Was die Hintergründe und übernatürlichen Aspekte der Serie betrifft, so scheint sie sich allerdings einiges vorgenommen zu haben.

SPOILER ANFANG:
Indem der Kopflose Reiter als einer der Reiter der Apokalypse indentifiziert wird, das Auftauchen der weißen Bäume und Dämonen offenbar diese einleiten soll und ständig die Offenbarung zitiert wird macht mir ein bisschen Sorge, dass der Plot vielleicht etwas zu hoch gegriffen ist - wenn der Arc der ersten Staffel schon mit der bevorstehenden Apokalypse eingeleitet wird kann ja danach nicht mehr viel Steigerung kommen. Auch die Aussage von Ichabod bezüglich der sieben Jahre, die die beiden Zeugen das Übernatürliche bekämpfen, klingt irgendwie so voraussagend. Direkt in der Pilotfolge schon anzukündigen, dass man sieben Jahre und damit sieben Staffeln ins Auge gefasst hat...puh. Aber womöglich interpretiere ich da auch zu viel hinein.
SPOILER ENDE

Visuell und kameratechnisch gesehen hat mich die Serie nicht umgehauen, aber schauspielerisch kann man sich über die beiden Protagonisten nicht beschweren, und Tom Misons (Ichabod) posh-en Englischen Akzent begrüße ich selbstverständlich ungemein.

Fazit: Scheint Potential zu haben; werde ich verfolgen!

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