A Clash of Kings
Gelesen vom 15 Juni bis 15. Oktober 2013
Endlich! Endlich bin ich fertig. Es erweckt einen völlig falschen Eindruck, wenn man sieht, dass ich quasi genau 4 Monate für Band von A Song of Ice and Fire gebraucht habe, denn das Buch ist eigentlich sehr gut!
Anders als bei A Game of Thrones versuche ich hier nicht wieder, "den Inhalt kurz zusammen zu fassen". Es geht quasi weiter wie im ersten Band, und wir beschäftigen uns hier mit den Nachwehen von Robert Baratheons Tod. Jeder ist nämlich jetzt plötzlich der Meinung, der rechtmäßige König zu sein, und jeder bemannt seine Armee und erklärt den anderen Krieg - hence "A Clash of Kings"; Ein Zusammenstoß von Königen.
Große Unterschiede zum ersten Teil gibt es nicht. Ein neuer POV kommt dazu; Davos Seaworth, ein treuer Gefolgsmann von Stannis Baratheon, der uns Einblicke in das Geschehen auf Dragonstone gibt. Davos ist ein loyaler und ernsthafter Mann, der von seinem König Stannis überzeugt ist; er kommt aus einem schwammig-illegalen Hintergrund und ärmlichen Verhältnissen, deswegen machen seine POVs Spaß. Einziger Wehmutsfaktor ist the Battle of the Blackwater, welches ja in der Serie in 2x09 einzigartig actionreich inszeniert wurde, aber im Buch leider etwas träge geschildert wird und sich extrem in die Länge zieht, unter anderem wegen Davos' endlosen Beschreibungen der 4648703274 verschiedenen Schiffe, deren Namen man sich ohnehin nicht merken kann. Viel Spannung bleibt dabei auf der Strecke, besonders, wenn man den Ausgang der Schlacht schon kennt.
Danys Aufenthalt in Quarth ist ebenfalls etwas träge und abgesehen von ihrem Abstecher ins House of the Undying auch irgendwie etwas sinnlos. Die Prophezeihungen, die ihr da allerdings gemacht werden, sind höchst interessant, besonders dann, wenn man beim Lesen schon einiges an Vorwissen hat und hier und da etwas wiedererkennt.
Alles in allem eine gute Fortsetzung; die zweite Staffel hat mir ohnehin nicht so unglaublich gefallen. Die dritte war da wieder besser, und ans dritte Buch geht es auch jetzt!
Donnerstag, 24. Oktober 2013
Dienstag, 15. Oktober 2013
Rush
Rush
Gesehen am 11. Oktober 2013 im Kino
Unglaublich, zwei mal non-fiction hintereinander! Bei solchen "wahren" Geschichten, die auf historisch belegbaren Geschehnissen basieren ist durchaus immer etwas etwas Spielraum einzuräumen was die tatsächliche Realität betrifft. Allerdings ist das hier dargestellte "erst" um die 40 Jahre her, und wenigstens einer der beiden Hauptfiguren lebt noch.
Rush ist ein Film über die Formel 1 Fahrer James Hunt, gespielt von Chris Hemsworth, und Niki Lauda, gespielt von Daniel Brühl. Den Österreicher Lauda wenigstens sollte jeder kennen, der schonmal irgendwie im deutschen Fernsehen Formel 1 geschaut hat, denn er ist der mit narbigen Gesicht und dem halben Ohr, der immer die schlauen Kenner-Kommentare abgibt. Beide jedenfalls waren Rivalen und kämpften in den 1970er Jahren um den Weltmeistertitel im Rennsport: Einer als Österreich bei Ferrari und einer aus England bei McLaren. Haupt-Aufhänger ist dabei Niki Laudas spektakulärer und lebensgefährlicher Unfall 1976 auf dem Nürburgring, als er von der regennassen Fahrbahn abkommt, sich überschlägt und sein Wagen, mit ihm noch darin eingesperrt, Feuer fängt.
Direkt zu Anfang des Film werden wir darauf hingewiesen, dass sie Rivalität zwischen beiden Fahrern von der Presse übertrieben dargestellt wurde und ein größerer Hehl daraus gemacht wurde, als wirklich wahr war. Aber über den Film verteilt werden die beiden auch nur selten in tatsächlicher Interaktion gezeigt, und eine Todfeindschaft wird auch nicht unbedingt suggeriert. Vielmehr werden die Leben und Hintergründe der beiden Figuren eindrucksvoll beleuchtet; die Beweggründe, Chrakterschwächen und Antriebsmotive erklärt und dargestellt. Besonders gelungen ist dabei, dass keiner der beiden Charaktere auf den ersten Blick besonders sympathisch wirkt, und auch auf den zweiten nicht. Keiner wird hier als der Böse oder der Gute abgestempelt; stattdessen werden beide mit einer unschönen Härte abgebildet, die nichts mit Zucker überzieht. Gerade das ist es, was mich als Zuschauer besonders angesprochen hat, denn dadurch wurde das ganze lebensecht. Keiner ist einseitig böse oder gut, vielmehr hat jeder Schwächen und versucht, seinen Platz zu finden und die fünf Minuten Ruhm, die er ergattern kann, festzuhalten.
Obwohl es es Rennfahrerfilm ist stehen nicht die Autos, sondern die Fahrer im Vordergrund. Und auch nur diese beiden - alles und alle anderen werden in den Hintergrund gedrängt. Die lobenswerte Vielschichtigkeit der beiden Protagonisten fehlt leider bei sämtlichen Nebenfiguren gänzlich, was besonders bei Niki Laudas Frau, gespielt von Alexandra Maria Lara, zu bedauern ist. Olivia Wilde in der Rolle von Suzy Miller, zeitweilige Frau von James Hunt, hat da ein klein wenig mehr Spielraum als ihre Kollegin, kommt aber trotzdem etwas kurz. Natalie Dormer ist völlig verschenkt in ihrer Rolle als Krankenschwester, mit gefühlten 5 Minuten Screentime. Schade eigentlich; ich mag sie.
Filmerisch ist Rush durchaus gelungen. Die Bilder sind eindrucksvoll und die Atmosphäre teilweise verdammt spannend. Bei der Formel 1 wird nunmal hauptsächlich eine Ewigkeit im Kreis gefahren - um das auf Dauer ansprechend auch für nicht-Fans zu inszenieren braucht es eben abwechslungsreiche Aufnahmen und ein Art und Weise, die das Gefühl vermittelt, mitten drin statt nur dabei zu sein.
Meiner Meinung nach ein gelungenes Tribut an zwei Rennfahrerlegenden, und eine extrem nervenaufreibende Geschichtsstunde über eine Zeit, in der man als Formel 1 Fahrer noch regelmäßig sein Leben riskiert hat.
Gesehen am 11. Oktober 2013 im Kino
Unglaublich, zwei mal non-fiction hintereinander! Bei solchen "wahren" Geschichten, die auf historisch belegbaren Geschehnissen basieren ist durchaus immer etwas etwas Spielraum einzuräumen was die tatsächliche Realität betrifft. Allerdings ist das hier dargestellte "erst" um die 40 Jahre her, und wenigstens einer der beiden Hauptfiguren lebt noch.
Rush ist ein Film über die Formel 1 Fahrer James Hunt, gespielt von Chris Hemsworth, und Niki Lauda, gespielt von Daniel Brühl. Den Österreicher Lauda wenigstens sollte jeder kennen, der schonmal irgendwie im deutschen Fernsehen Formel 1 geschaut hat, denn er ist der mit narbigen Gesicht und dem halben Ohr, der immer die schlauen Kenner-Kommentare abgibt. Beide jedenfalls waren Rivalen und kämpften in den 1970er Jahren um den Weltmeistertitel im Rennsport: Einer als Österreich bei Ferrari und einer aus England bei McLaren. Haupt-Aufhänger ist dabei Niki Laudas spektakulärer und lebensgefährlicher Unfall 1976 auf dem Nürburgring, als er von der regennassen Fahrbahn abkommt, sich überschlägt und sein Wagen, mit ihm noch darin eingesperrt, Feuer fängt.
Direkt zu Anfang des Film werden wir darauf hingewiesen, dass sie Rivalität zwischen beiden Fahrern von der Presse übertrieben dargestellt wurde und ein größerer Hehl daraus gemacht wurde, als wirklich wahr war. Aber über den Film verteilt werden die beiden auch nur selten in tatsächlicher Interaktion gezeigt, und eine Todfeindschaft wird auch nicht unbedingt suggeriert. Vielmehr werden die Leben und Hintergründe der beiden Figuren eindrucksvoll beleuchtet; die Beweggründe, Chrakterschwächen und Antriebsmotive erklärt und dargestellt. Besonders gelungen ist dabei, dass keiner der beiden Charaktere auf den ersten Blick besonders sympathisch wirkt, und auch auf den zweiten nicht. Keiner wird hier als der Böse oder der Gute abgestempelt; stattdessen werden beide mit einer unschönen Härte abgebildet, die nichts mit Zucker überzieht. Gerade das ist es, was mich als Zuschauer besonders angesprochen hat, denn dadurch wurde das ganze lebensecht. Keiner ist einseitig böse oder gut, vielmehr hat jeder Schwächen und versucht, seinen Platz zu finden und die fünf Minuten Ruhm, die er ergattern kann, festzuhalten.
Obwohl es es Rennfahrerfilm ist stehen nicht die Autos, sondern die Fahrer im Vordergrund. Und auch nur diese beiden - alles und alle anderen werden in den Hintergrund gedrängt. Die lobenswerte Vielschichtigkeit der beiden Protagonisten fehlt leider bei sämtlichen Nebenfiguren gänzlich, was besonders bei Niki Laudas Frau, gespielt von Alexandra Maria Lara, zu bedauern ist. Olivia Wilde in der Rolle von Suzy Miller, zeitweilige Frau von James Hunt, hat da ein klein wenig mehr Spielraum als ihre Kollegin, kommt aber trotzdem etwas kurz. Natalie Dormer ist völlig verschenkt in ihrer Rolle als Krankenschwester, mit gefühlten 5 Minuten Screentime. Schade eigentlich; ich mag sie.
Filmerisch ist Rush durchaus gelungen. Die Bilder sind eindrucksvoll und die Atmosphäre teilweise verdammt spannend. Bei der Formel 1 wird nunmal hauptsächlich eine Ewigkeit im Kreis gefahren - um das auf Dauer ansprechend auch für nicht-Fans zu inszenieren braucht es eben abwechslungsreiche Aufnahmen und ein Art und Weise, die das Gefühl vermittelt, mitten drin statt nur dabei zu sein.
Meiner Meinung nach ein gelungenes Tribut an zwei Rennfahrerlegenden, und eine extrem nervenaufreibende Geschichtsstunde über eine Zeit, in der man als Formel 1 Fahrer noch regelmäßig sein Leben riskiert hat.
Sonntag, 13. Oktober 2013
Ich bin dann mal weg - Hape Kerkeling
Ich bin dann mal weg: Meine Reise auf dem Jakobsweg
Gelesen vom 03. bis 12. Oktober 2013
Wärmsten von meiner Oma empfohlen, und erstaunlich schnell gelesen mit etwa 34 Seiten am Tag - Hape Kerkelings Reiseroman ist das erste non-fiction Werk das ich hier review-e. In Namen steckt eigentlich alles drin, was man über den Inhalt wissen muss: Hape Kerkeling, der bekannte deutsche Komiker, pilgert den Jakobsweg und berichtet über seine Erfahrungen und Eindrücke.
Besonders großartig finde ich Hape jetzt ja nicht unbedingt, besonders sein Horst Schlämmer geht mir gehörig auf die Nerven - aber Talent hat der Kerl nichts desto trotz. Das er gläubig ist wusste ich bis dato noch nicht. Ist aber auch kein Wunder, da ich mich ja auch noch nie großartig mit ihm beschäftigt habe. Skeptisch war ich wegen besagter Gründe also ein wenig, aber da ich weder direkt Lust hatte, A Clash of Kings endlich zu beenden, noch meinen neuen Neil Gaiman zur Hand hatte, gab ich dem Buch eine Chance.
Schreibstiltechnisch ist es wirklich angenehm zu lesen. Manchmal sind die Sätze etwas kurz und abgehackt, das stört den Lesefluss hier und da, sollte allerdings sicher als stilistisches Mittel absichtlich so eingesetzt werden. Hm.
Gegliedert ist das Buch in einzelne Wegabschnitte. Ein Kapitel beginnt immer mit einer Etappe und endet auch mit ihr, was dem Leser zuweilen den Eindruck vermittelt, gerade selbst unterwegs zu sein. Langschaftsbeschreibungen sind sehr anschaulich, und auch die Atmosphäre wird super vermittelt. Besonders gefallen hat mir dabei, dass Hape Kerkeling durchaus zu seinen Schwächen steht - ein, zwei Mal nimmt er den Bus, weil ihm die Füße zu weh tun oder weil er gerade ein Stimmungstief hat. Das regt an zum Mitfühlen und macht das ganze realitätsnaher. Wer liest schon gerne einen ständig-optimistischen, niemals-aufgebenden Gute-Laune-Pilgerbericht? Was ich damit meine ist, dass man nicht den Eindruck bekommt, die Reise wird künstlich beschönigt oder katastrophale Zustände werden heruntergespielt. Bei den meisten Lesern wird es sich wohl um Durchschnittsdeutsche handeln, und die brauchen nun mal einen gewissen Komfort und Luxus, wie Hape auch.
Seine unterschiedlichen Bekanntschaften während der Pilgertour sind ebenfalls sehr interessant und vielseitig. Gegen Ende des Buches allerdings wird es deswegen allerdings etwas knapper und nicht mehr so detailiert wie zwischendurch. Das hat damit zu tun, dass es sich bei dem Rohmaterial um ein Reisetagebuch handelte, und er am Ende der Reise kaum noch Zeit hatte, dieses zu führen, weil er so mit seinen Mitreisenden beschäftigt war. Man kommt also doch sehr plötzlich in Santiago de Compostela an und das Ende ist sehr abrupt.
Ein weiterer Nachteil dieser Tagebuch-Gedankengeschichte sind die zuweilen auftretenden, leicht chaotischen Gedankensprünge oder Erklärungen. Manchmal schweift er etwas ab und erzählt Geschichten von wer-weiß-wann oder versucht mehr oder weniger erfolgreich, komplexe Eindrücke oder Erkenntnisse zu erklären. Es fällt dann ab und zu nicht so leicht, da durchzusteigen und die Quintessenz seiner Ausführungen zu erkennen.
Spirituell hat mich das Buch - vielleicht gerade deswegen - nicht beflügelt. Viele seiner Feststellungen sind etwas wirr oder vage, und wie genau ihm Gottes Gegenwart erneut klar wurde erklärt er auch nicht ("zu persönlich"). Aber trotzdem habe ich seine Reise mit Freude verfolgt, und ein bisschen neidisch hat sie mich auch gemacht. Leider bin ich aber nicht so wortgewandt wie der gute Herr Kerkeling und habe auch nicht das nötige Kleingeld, eine deratige Reise mal eben zu starten. Der Jakobsweg wird also weiter ein netter Traum bleiben.
Gelesen vom 03. bis 12. Oktober 2013
Wärmsten von meiner Oma empfohlen, und erstaunlich schnell gelesen mit etwa 34 Seiten am Tag - Hape Kerkelings Reiseroman ist das erste non-fiction Werk das ich hier review-e. In Namen steckt eigentlich alles drin, was man über den Inhalt wissen muss: Hape Kerkeling, der bekannte deutsche Komiker, pilgert den Jakobsweg und berichtet über seine Erfahrungen und Eindrücke.
Besonders großartig finde ich Hape jetzt ja nicht unbedingt, besonders sein Horst Schlämmer geht mir gehörig auf die Nerven - aber Talent hat der Kerl nichts desto trotz. Das er gläubig ist wusste ich bis dato noch nicht. Ist aber auch kein Wunder, da ich mich ja auch noch nie großartig mit ihm beschäftigt habe. Skeptisch war ich wegen besagter Gründe also ein wenig, aber da ich weder direkt Lust hatte, A Clash of Kings endlich zu beenden, noch meinen neuen Neil Gaiman zur Hand hatte, gab ich dem Buch eine Chance.
Schreibstiltechnisch ist es wirklich angenehm zu lesen. Manchmal sind die Sätze etwas kurz und abgehackt, das stört den Lesefluss hier und da, sollte allerdings sicher als stilistisches Mittel absichtlich so eingesetzt werden. Hm.
Gegliedert ist das Buch in einzelne Wegabschnitte. Ein Kapitel beginnt immer mit einer Etappe und endet auch mit ihr, was dem Leser zuweilen den Eindruck vermittelt, gerade selbst unterwegs zu sein. Langschaftsbeschreibungen sind sehr anschaulich, und auch die Atmosphäre wird super vermittelt. Besonders gefallen hat mir dabei, dass Hape Kerkeling durchaus zu seinen Schwächen steht - ein, zwei Mal nimmt er den Bus, weil ihm die Füße zu weh tun oder weil er gerade ein Stimmungstief hat. Das regt an zum Mitfühlen und macht das ganze realitätsnaher. Wer liest schon gerne einen ständig-optimistischen, niemals-aufgebenden Gute-Laune-Pilgerbericht? Was ich damit meine ist, dass man nicht den Eindruck bekommt, die Reise wird künstlich beschönigt oder katastrophale Zustände werden heruntergespielt. Bei den meisten Lesern wird es sich wohl um Durchschnittsdeutsche handeln, und die brauchen nun mal einen gewissen Komfort und Luxus, wie Hape auch.
Seine unterschiedlichen Bekanntschaften während der Pilgertour sind ebenfalls sehr interessant und vielseitig. Gegen Ende des Buches allerdings wird es deswegen allerdings etwas knapper und nicht mehr so detailiert wie zwischendurch. Das hat damit zu tun, dass es sich bei dem Rohmaterial um ein Reisetagebuch handelte, und er am Ende der Reise kaum noch Zeit hatte, dieses zu führen, weil er so mit seinen Mitreisenden beschäftigt war. Man kommt also doch sehr plötzlich in Santiago de Compostela an und das Ende ist sehr abrupt.
Ein weiterer Nachteil dieser Tagebuch-Gedankengeschichte sind die zuweilen auftretenden, leicht chaotischen Gedankensprünge oder Erklärungen. Manchmal schweift er etwas ab und erzählt Geschichten von wer-weiß-wann oder versucht mehr oder weniger erfolgreich, komplexe Eindrücke oder Erkenntnisse zu erklären. Es fällt dann ab und zu nicht so leicht, da durchzusteigen und die Quintessenz seiner Ausführungen zu erkennen.
Spirituell hat mich das Buch - vielleicht gerade deswegen - nicht beflügelt. Viele seiner Feststellungen sind etwas wirr oder vage, und wie genau ihm Gottes Gegenwart erneut klar wurde erklärt er auch nicht ("zu persönlich"). Aber trotzdem habe ich seine Reise mit Freude verfolgt, und ein bisschen neidisch hat sie mich auch gemacht. Leider bin ich aber nicht so wortgewandt wie der gute Herr Kerkeling und habe auch nicht das nötige Kleingeld, eine deratige Reise mal eben zu starten. Der Jakobsweg wird also weiter ein netter Traum bleiben.
Mittwoch, 2. Oktober 2013
The Return of the King - J R R Tolkien
Gelesen vom bis 25. August bis 24. September 2013
Wegen des bevorstehenden Endes meines Englandaufenthaltes
dachte ich mir, ich muss das Jahr beenden wie es begonnen hat – in Mittelerde.
Und da Teil drei ja immer noch ausstand war die Zeit nun endlich gekommen: Die
Rückkehr des Königs!
Durch den zweiten Teil habe ich mich ja ungefähr nach der
Hälfte ziemlich gequält, denn Frodo und Sam beim wandern zu begleiten ist nun
mal relativ unspektakulär. Vermutlich habe ich RotK auch deswegen so ewig
aufgeschoben, denn abgesehen von erneutem Herumgewandere gibt’s ja nur die
Schlacht vor Minas Tirith, und die zieht sich ja auch ziemlich. Oh, und
natürlich die 25 Endszenen nicht zu vergessen!
Ich muss allerdings sagen, nach anfänglichen Schwierigkeiten
(die Szene, in der Aragorn den Anführer der Geisterarmee aufsucht und die Armee
für sich gewinnt ist extrem kurz, aber im Film eine meiner Lieblingsstellen)
war ich in der ersten Hälfte heillos begeistert! Eine tolle Atmosphäre beim
Lesen, und regelmäßige Gänsehaut.
Auch weniger schleichend als erwartet war der letzte
Webabschnitt von Frodo und Sam, denn ich wusste ja, das Ende steht kurz bevor!
Das war dann auch wieder ausreichend dramatisch; auch ohne die Effekthascherei im
Film, und auch die diversen Enden waren viel besser. Man hatte nämlich nicht
den Eindruck, es würde unnötig in die Länge gezogen; im Gegenteil! Die Rückkehr
der Hobbits ins Auenland beispielsweise wird im Film gar nicht behandelt, deswegen
will ich hier nichts vorweg nehmen, aber Merry und Pippin glänzen zum Schluss
nochmal besonders, und auch Frodos Entscheidung, mit Bilbo und den Elben weg zu
gehen wird noch einmal besser begründet.
Den Anhang habe ich nochmal weggelassen – man muss sich immerhin
auch noch etwas aufheben! Aber alles in allem hat mir Die Rückkehr des Königs
doch ziemlich gut gefallen.
Und zum Abschluss der Reihe kann ich nochmal zusammenfassend
sagen, dass die Bücher durchaus ein harter Brocken sind, und viel Spannung im
wahrsten Sinne des Wortes auf der Strecke bleibt wenn man die Filme schon
gesehen hat. Gelesen haben sollte man sie als Fantasyfan aber auf jeden Fall!
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