Sonntag, 21. Oktober 2012

Ruby Red - Kerstin Gier

Girl About Time (oder eher Ruby Red)
Gelesen vom 18. auf den 19. Oktober 2012

Das ist mal ne Bilanz! 156 Seiten pro Tag. Ist hierbei allerdings auch kein Wunder, denn das geht runter wie Butter.
Ursprünglich habe ich Rubinrot zur Abizeit gelesen. Lisa hat mich drauf gebracht, denn die hatte alle drei Bände von ihrer Cousine ausgeliehen. Der Name der Autorin lässt es ja schon vermuten: Hier handelt es sich um ein deutsches Buch! Als ich allerdings das Kinderzimmer aufgeräumt habe, bin ich über die englische Ausgabe gestolpert: Girl About Time. Warum auch immer sie den Titel so verändert haben verstehe ich nicht, denn es gibt auch eine englische Ausgabe mit dem Titel "Ruby Red". Naja.
Wer das Buch kennt oder dem Link zur amazon-page gefolgt ist wird schon festgestellt haben, dass das hier alles andere als literarisch anspruchsvoll ist. Kitschige Teenie-Story, viel Romance und heartbreak, wie sich das gehört, und natürlich muss die Welt gerettet werden.
Aber.
Was mal ganz nett ist: Wie haben hier keinen social outcast, die keine Freunde hat und schon immer irgendwie anders war. Ganz im Gegenteil: Die Protagonistin ist voll normal, und zur Abwechslung ist das mal echt schön! Es fällt dadurch leichter, sich zu identifizieren. Auch ansonsten reagiert sie genau so, wie sich das für eine sechzehnjährige gehört. Von einer Sekunde auf die andere ist sie Hals über Kopf verliebt, und nach ner Woche weiß sie, dass sie den Rest ihres Leben mit ihrem Angebeteten verbringen will - ja klar, Schätzchen. Aber man kann darüber hinwegsehen, denn trotz allem ist sie eine gute Mischung aus normalem kleinen Mädchen, das nicht unbedingt im Mittelpunkt stehen muss, und selbstbewusster junger Frau die sich dennoch nicht auf der Nase rumtanzen lässt. Und schon gar nicht von ein paar wichtigtuerischen Mitgliedern einer uralten Loge von Zeitreisenden.
Die Story an sich ist nicht unbedingt tief, und ihre besondere Fähigkeit wirkt irgendwie zunächst ein wenig fehl am Platz und komisch, weil es scheinbar nicht mit dem Rest zusammen passt. Aber in den Folgebänden wird das erklärt, und dann ergibt es ein wenig mehr Sinn.
Dennoch ist es ein richtig schönes Teeniebuch, was sich verdammt gut lesen lässt und das (im Gegensatz zu HdR) keine einzige langweilige oder zähe Stelle hat. Die Geschehnisse fliegen nur so an einem vorbei, und bevor man sichs versieht ist man schon am Ende angekommen - ein Ende, dass natürlich einen super Cliffhanger hat, wie sich das gehört!

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