Freitag, 2. November 2012

Inkheart - Cornelia Funke

Inkheart
Gelesen vom 29. Oktober bis zum 01. November 2012

Eieiei, schon wieder so ne tolle Bilanz: 137 Seiten pro Tag! Ich bin gut.
Ja, wie die meisten wohl schon bemerkt haben: Hier handelt es sich um die englische Version vom deutschen (kann man schon klassiker sagen? Nach nur 9 Jahren bestimmt nicht.) Kinderbuch Tintenherz. Der deutsche Einfluss hier im Haus ist echt nicht schlecht; beim Durchstöbern von Olivias Bücherregal bin ich nicht bloß über Tintenherz und die Folgebände, sondern auch über andere Werke von Cornelia Funke gestolpert. Ich bin begeistert!
Tintenherz gehört auch zu den Werken, die ich (warum auch immer?) nie gelesen habe. Jetzt kann man sich natürlich als 19-jährige mit ner 12-jährigen Protagonistin nur bedingt identifizieren. Aber das hat dem Buch zum Glück keinen Abbruch getan!
Eigentlich lese ich ja zur Zeit (haha - am 18. August habe ich angefangen!) The Hundred-Year Old Man Who Climbed Out Of The Window and Disappeared, aber herrje, die Story ist kaugummiger als Herr der Ringe, und noch dazu abgefahren bis zum Punkt unrealistisch. Also habe ich (ohne es zuzugeben, natürlich!) nach netter Ablenkung gesucht und sie in Form von Inkheart gefunden.
Für die, die die Story nicht kennen werde ich jetzt hier nichts sagen, denn das spoilert einfach alles. Aber es ist eine interessante Idee, die mich als Buchliebhaber natürlich volle Kanne anspricht. Logiklücken sind mir auch beim ersten Lesen keine aufgefallen (und das will was heißen), aber korrigiert mich gerne!
Am Anfang haben wir bloß die Perspektive von Meggie, je weiter die Story dann aber voranschreitet wird das gesplittet in Kapitel aus der Sicht von Staubfinger, Farid, Elinor und sogar Basta? Da bin ich mir nicht sicher. Sehr schön Abwechslungsreich jedenfalls.
Intellektuell ebenfalls wieder nicht großartig anspruchsvoll, und ich denkee auch nicht, dass das Buch einen nennenswerten Eindruck fürs Leben hinterlassen hat. Aber ich kann es definitv empfehlen! Sehr schön geschrieben; genug Geheimnisse, mysteriöse Gestalten und falsche Fährten und quasi <0 Romance. Okay, es ist ein Kinderbuch, aber selbst bei den Erwachsenen Charakteren spielt das nur bedingt eine Rolle.
Meggie und Mo sind realistische Charaktere, und besonders Meggie verhält sich absolut angemessen und glaubhaft. Bei Elinor wusste ich zunächst nicht, was ich von ihr halten sollte, aber letztendlich wuchs auch sie mir ans Herz. Staubfinger dagegen hat mir von ersten Moment gefallen. Wunderbarer Antiheld, ohne ein arroganter Arsch zu sein (wie zum Beispiel Han Solo).
Die Geschichte findet einen schönen Abschluss, und lässt dabei trotzdem einige Fragen unbeantwortet und damit genügend Vorbereitung auf einen zweiten Teil, ohne einen offensichtlichen Cliffhanger reinzuhauen. Man kann es also als solches genießen und muss nicht panisch den zweiten Band der Trilogie organisieren, weil man wissen muss, wies weiter geht (wie zum Beispiel bei HdR oder Rubinrot), und das ist mal echt nett zur Abwechslung.
Sollte man also auf jeden Fall gelesen haben (falls nicht ohnehin schon geschehen.)

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