Inkheart
Gelesen vom 29. Oktober bis zum 01. November 2012
Eieiei, schon wieder so ne tolle Bilanz: 137 Seiten pro Tag! Ich bin gut.
Ja,
wie die meisten wohl schon bemerkt haben: Hier handelt es sich um die
englische Version vom deutschen (kann man schon klassiker sagen? Nach
nur 9 Jahren bestimmt nicht.) Kinderbuch Tintenherz. Der deutsche
Einfluss hier im Haus ist echt nicht schlecht; beim Durchstöbern von
Olivias Bücherregal bin ich nicht bloß über Tintenherz und die
Folgebände, sondern auch über andere Werke von Cornelia Funke
gestolpert. Ich bin begeistert!
Tintenherz gehört auch zu den
Werken, die ich (warum auch immer?) nie gelesen habe. Jetzt kann man
sich natürlich als 19-jährige mit ner 12-jährigen Protagonistin nur
bedingt identifizieren. Aber das hat dem Buch zum Glück keinen Abbruch
getan!
Eigentlich lese ich ja zur Zeit (haha - am 18. August habe ich angefangen!) The Hundred-Year Old Man Who Climbed Out Of The Window and Disappeared,
aber herrje, die Story ist kaugummiger als Herr der Ringe, und noch
dazu abgefahren bis zum Punkt unrealistisch. Also habe ich (ohne es
zuzugeben, natürlich!) nach netter Ablenkung gesucht und sie in Form von
Inkheart gefunden.
Für die, die die Story nicht kennen werde ich
jetzt hier nichts sagen, denn das spoilert einfach alles. Aber es ist
eine interessante Idee, die mich als Buchliebhaber natürlich volle Kanne
anspricht. Logiklücken sind mir auch beim ersten Lesen keine
aufgefallen (und das will was heißen), aber korrigiert mich gerne!
Am
Anfang haben wir bloß die Perspektive von Meggie, je weiter die Story
dann aber voranschreitet wird das gesplittet in Kapitel aus der Sicht
von Staubfinger, Farid, Elinor und sogar Basta? Da bin ich mir nicht
sicher. Sehr schön Abwechslungsreich jedenfalls.
Intellektuell
ebenfalls wieder nicht großartig anspruchsvoll, und ich denkee auch
nicht, dass das Buch einen nennenswerten Eindruck fürs Leben
hinterlassen hat. Aber ich kann es definitv empfehlen! Sehr schön
geschrieben; genug Geheimnisse, mysteriöse Gestalten und falsche Fährten
und quasi <0 Romance. Okay, es ist ein Kinderbuch, aber selbst bei
den Erwachsenen Charakteren spielt das nur bedingt eine Rolle.
Meggie
und Mo sind realistische Charaktere, und besonders Meggie verhält sich
absolut angemessen und glaubhaft. Bei Elinor wusste ich zunächst nicht,
was ich von ihr halten sollte, aber letztendlich wuchs auch sie mir ans
Herz. Staubfinger dagegen hat mir von ersten Moment gefallen.
Wunderbarer Antiheld, ohne ein arroganter Arsch zu sein (wie zum
Beispiel Han Solo).
Die Geschichte findet einen schönen
Abschluss, und lässt dabei trotzdem einige Fragen unbeantwortet und
damit genügend Vorbereitung auf einen zweiten Teil, ohne einen
offensichtlichen Cliffhanger reinzuhauen. Man kann es also als solches
genießen und muss nicht panisch den zweiten Band der Trilogie
organisieren, weil man wissen muss, wies weiter geht (wie zum Beispiel
bei HdR oder Rubinrot), und das ist mal echt nett zur Abwechslung.
Sollte man also auf jeden Fall gelesen haben (falls nicht ohnehin schon geschehen.)
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