Mittwoch, 14. November 2012

Rivers of London - Ben Aaronovitch

Rivers of London
Gelesen vom 02.November bis 12. November 2012


10 Tage lang, also 39 Seiten pro Tag. Warum das keine gute Entscheidung war erkläre ich später.

Zu Anfang allerdings erst mal wie ich zu diesem Buch gekommen bin. Vor einigen Monaten hat VG es mir empfohlen, und nach kurzen auschecken auf amazon habe ich nicht dafür entschieden, es direkt zu kaufen. Was genau dagegen sprach kann ich jetzt nicht mehr sagen. Dann bin ich allerdings in einem vintage-Kellershop in der Brick Lane (oder Hipster Paradise) über eine second-hand-Version für stolze drei Pfund gestolpert und dachte mir so: Naja, viel kannste ja nicht falsch machen.
Das Buch handelt von Peter Grant, einem jungen Polizisten beim Metropolitan Police Service, also der Londoner Polizei. Es ist ne Mischung aus Crime und Fanatsy, und wer mich kennt wird sich jetzt denken: Sandi liest Crime? Seit wann das? Ja, genau, für Crime habe ich nie viel übrig, es sei denn, es ist ansprechend in einem zweiten Genre verpackt, oder es spielt im London des letzten Jahrhunderts und die Hauptfiguren heißen Sherlock Holmes und Doctor Watson. Schon Heat Wave fand ich anstrengend und dabei stehe ich wirklich auf die Fernsehserie „Castle“. Aber ich schweife ab, ich wollte vom Plot erzählen.
Peter Grant, also, hängt gerade früh morgens an einem Mordschauplatz rum als er sich so mir nichts, dir nichts mit einem Geist unterhält. Und schon geht’s bergab für ihn. Oder bergauf, je nachdem. Er bekommt einen Mentor zugeteilt, der nicht nur Kommissar sondern auch Zauberer ist. Bei dem zieht er dann auch direkt ein (okay, der Gute hat ein richtig großes Haus) und wird sein Zauberschüler-Assistent-Laufbursche. Gemeinsam untersuchen sie dann eine Reihe zusammenhängender und merkwürdiger Mordfälle in London, und schlagen sich nebenbei mit den Göttern der Themse rum.
Geschrieben ist das ganze frisch und modern, man hat die Perspektive eines jungen Durchschnittstypen mit normalen Ansichten, der auch nicht unbedingt ein Blatt vor den Mund nimmt. Es lässt sich gut lesen, allerdings, wie bereits erwähnt, war es nicht so klug von mir nur hier und da mal ein paar Seiten zu lesen. Wie Crime das nämlich so an sich hat, gibts Hinweise und Verhöre und ständig neue kleine Sachen, die irgendwann vielleicht mal wichtig werden. Ich neige allerdings dazu, sowas gerne zu vergessen, weil die Charaktere mich oft mehr interessieren als die eigentlich Handlung. Ergo musste ich häufig Dinge nochmal nachlesen oder war verwirrt, wenn etwas (für mich) unvorhergesehenes passierte. Nicht optimal, also. Der Fantasy-Aspekt war daher leicht zu verfolgen und interessant, wobei allerdings gerade hier diverse Fragen offen blieben die offensichtlich auf eine Sequel scharf machen wollen. Die gibts auch schon, heißt Moon Over Soho, und wenn ich mit meiner Leseliste durch bin werde ich die mir vermutlich auch zulegen. Mal abwarten.
Besonders ansprechend fand ich auch die detaillierte Beschreibung der Örtlichkeiten. Ganz besonders, weil ein Großteil des Buches in Covent Garden spielt, einer wirklich schönen Ecke Londons wo ich auch schon des Öfteren war.
Alles in allem also empfehlenswert, 7/10 Punkten. Hat mich nicht vom Hocker gerissen, liebe die Hauptfigur nicht, an manchen Stellen etwas undurchsichtig und teilweise irritierend. Aber interessante Story an sich, viel Liebe zum Detail und toller Twist am Ende.

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