Samstag, 15. Dezember 2012

The Magician's Nephew - C.S. Lewis

The Magician's Nephew (Chronicles of Narnia #1)
Gelesen vom 06. bis zum 14. Dezember 2012

Jaah, endlich habe ich mich an die Chroniken von Narnia gegeben! Nachdem ich Ela die Bücher ja schon vor ner halben Ewigkeit (mehr oder weniger erfolgreich?) angedreht habe, musste ich dann jetzt auch mal nachgeben. Issy bekommt nämlich "The Lion, The Witch and The Wardrobe" als Gute-Nacht-Geschichte vorgelesen, und das nicht selten von mir. Und das ist ja immerhin der zweite Band, und auch wenn ich den Film schon gesehen habe muss ich trotzdem den 1. mal aufholen.

Wers kennt weiß, dass es ein eher dünner Schmöker ist, aber es ist ja auch ein Kinderbuch. 208 Seiten, demnach ~30 pro Tag. Wie bei allen Kinderbüchern, die man fataler Weise nicht als Kind sondern als Erwachsener liest, fängt einen die Magie nicht ganz so sehr ein, wie sie könnte/sollte, dafür fallen einem aber diverse andere Details auf, die Kinderaugen oder -ohren entgehen würden.

Aber zum Plot!
Die geschichte handelt von Polly und Diggory, Nachbarskinder und Freunde, die eines Tages versuchen, durch einen geheimen Verbindungsgang in ihren Reihenhäusern ins leerstehende Nachbarhaus zu krabbeln. Tatsächlich landen sie dann aber im Studierzimmer von Diggory's unsympathischem und irgendwie leicht verrückten Onkel, einem "Magier" (The Magician's Nephew, get it?), und der schickt sie mit Zauberringen in den Wald zwischen den Welten. Von dort aus machen sie einen ungewollten Ausflug nach Cern (nicht das Kaff in der Schweiz) und wecken Königin Jardis aus ihrem tausendjährigen(?) Schlaf. (Frage an die Kenner: Die ist doch die Eishexe, oder? Ich war mir nicht mehr sicher mit dem Namen und zu faul, nachzusehen.) Mit ihr im Schlepptau gehts dann erst mal zurück nach Hause, London, und Jardis stellt sich gewaltig an. Um sie wieder los zu werden versuchen Polly und Diggory, zurück in diesen Zwischen-Wald zu gelangen. Dummer Weise kommen dabei aber ein Kutscher, ein Pferd und Onkel Andrew auch noch mit. Große Gruppe, wa? Den falschen Abzweig erwischen sie auch und landen dann in Narnia.
Und jetzt kommt mein Lieblingsteil: Narnia existiert nämlich noch nicht, und sie sind quasi gerade im Augenblick der Schöpfung angekommen.
Wer C. S. Lewis kennt weiß, dass er sich ja nicht wenig mit dem Christentum beschäftigte. Und die biblische Schöpfungsgeschichte ist hier absolut und super offensichtlich als Vorlage für die zweite Hälfte des Buches genommen. Detailliert und schön beschrieben, und für Kinderohren so ansprechend und trotzdem versteckt genug, als das man es nicht als solche erkennen muss. Sehr schön, Mr Lewis, sehr schön. Alle Charaktere sind auch vertreten, und klar ist Jardis die Schlange. Ob man da jetzt ne Feminismus-Diskussion anfangen sollte, so à la: Warum isn die Frau schon wieder die Böse, wtf? Ich denke eher nicht. Mir steht zumindest nicht der Sinn danach, und ich wills mal durchgehen lassen.

Also, schönes Buch, theoretisch nicht notwendig, um die anderen zu verstehen (so wie ich das sehe), abgesehen natürlich für den Part Origins of Queen Jardis, wenn sie denn die Eishexe ist. Lest es euren Kindern vor, wenn ihr irgendwann welche habt.

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