The Magician's Nephew (Chronicles of Narnia #1)
Gelesen vom 06. bis zum 14. Dezember 2012
Jaah,
endlich habe ich mich an die Chroniken von Narnia gegeben! Nachdem ich
Ela die Bücher ja schon vor ner halben Ewigkeit (mehr oder weniger
erfolgreich?) angedreht habe, musste ich dann jetzt auch mal nachgeben.
Issy bekommt nämlich "The Lion, The Witch and The Wardrobe"
als Gute-Nacht-Geschichte vorgelesen, und das nicht selten von mir. Und
das ist ja immerhin der zweite Band, und auch wenn ich den Film schon
gesehen habe muss ich trotzdem den 1. mal aufholen.
Wers
kennt weiß, dass es ein eher dünner Schmöker ist, aber es ist ja auch
ein Kinderbuch. 208 Seiten, demnach ~30 pro Tag. Wie bei allen
Kinderbüchern, die man fataler Weise nicht als Kind sondern als
Erwachsener liest, fängt einen die Magie nicht ganz so sehr ein, wie sie
könnte/sollte, dafür fallen einem aber diverse andere Details auf, die
Kinderaugen oder -ohren entgehen würden.
Aber zum Plot!
Die
geschichte handelt von Polly und Diggory, Nachbarskinder und Freunde,
die eines Tages versuchen, durch einen geheimen Verbindungsgang in ihren
Reihenhäusern ins leerstehende Nachbarhaus zu krabbeln. Tatsächlich
landen sie dann aber im Studierzimmer von Diggory's unsympathischem und
irgendwie leicht verrückten Onkel, einem "Magier" (The Magician's Nephew, get it?), und der schickt sie mit Zauberringen in den Wald zwischen den Welten.
Von dort aus machen sie einen ungewollten Ausflug nach Cern (nicht das
Kaff in der Schweiz) und wecken Königin Jardis aus ihrem
tausendjährigen(?) Schlaf. (Frage an die Kenner: Die ist doch die
Eishexe, oder? Ich war mir nicht mehr sicher mit dem Namen und zu faul,
nachzusehen.) Mit ihr im Schlepptau gehts dann erst mal zurück nach
Hause, London, und Jardis stellt sich gewaltig an. Um sie wieder los zu
werden versuchen Polly und Diggory, zurück in diesen Zwischen-Wald zu
gelangen. Dummer Weise kommen dabei aber ein Kutscher, ein Pferd und
Onkel Andrew auch noch mit. Große Gruppe, wa? Den falschen Abzweig
erwischen sie auch und landen dann in Narnia.
Und jetzt kommt mein
Lieblingsteil: Narnia existiert nämlich noch nicht, und sie sind quasi
gerade im Augenblick der Schöpfung angekommen.
Wer C. S. Lewis
kennt weiß, dass er sich ja nicht wenig mit dem Christentum
beschäftigte. Und die biblische Schöpfungsgeschichte ist hier absolut
und super offensichtlich als Vorlage für die zweite Hälfte des Buches
genommen. Detailliert und schön beschrieben, und für Kinderohren so
ansprechend und trotzdem versteckt genug, als das man es nicht als
solche erkennen muss. Sehr schön, Mr Lewis, sehr schön. Alle
Charaktere sind auch vertreten, und klar ist Jardis die Schlange. Ob man
da jetzt ne Feminismus-Diskussion anfangen sollte, so à la: Warum isn
die Frau schon wieder die Böse, wtf? Ich denke eher nicht. Mir steht
zumindest nicht der Sinn danach, und ich wills mal durchgehen lassen.
Also,
schönes Buch, theoretisch nicht notwendig, um die anderen zu verstehen
(so wie ich das sehe), abgesehen natürlich für den Part Origins of Queen Jardis, wenn sie denn die Eishexe ist. Lest es euren Kindern vor, wenn ihr irgendwann welche habt.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen