The Hobbit - An Unexpected Journey (2012)
Gesehen am 15. Dezember 2012 im Kino
Lau, hier ist meine Review! Ich will aber trotzdem noch mit dir drüber reden!
Ich
habs gemacht, Freunde, ich habe 20 Pfund bezahlt um mir den Hobbit im
Odeon am Leicester Square anzusehen! Das ist das mördermäßig riesige
Kino da wo immer die UK-Premieren von all den richtig großartigen Filem
stattfinden, zB Harry Potter. Gut wars, das Kino, aber ich hätte doch
etwas dichter an der Leinwand sitzen können. Naja, man lernt dazu.
Woa,
der Hobbit! Wo soll ich anfangen? 169 Minuten Laufzeit, demnach fast
drei Stunden, und, wie sich das gehört, ohne Pause! Bevor jetzt hier die
doofen Kommentare kommen "Na, Sandi, bist du auch nicht eingeschlafen?"
Nein, verdammt, und das lag auch nicht nur daran, dass ich schon morgen
um 11 rein bin. Wenn man freitags abends um 10 anfängt, einen drei
Stunden langen Film zu sehen und dabei in einem bequemen Bett sitzt,
kann es eben passieren, dass man wegnickt. Herrje.
Aber ich schweife ab.
Den
Plot brauche ich sicher nicht großartig zu erläutern; Bilbo lässt sich
von Gandalf und dreizehn Zwergen überreden, auf eine Quest mitzukommen,
deren Ziel es ist, das ehemalige Zuhause der Zwerge zurückzugewinnen, in
dem jetzt ein Drache wohnt. Ich mochte das Buch schon sehr gerne,
lieber als die HdR-Trilogie, muss ich sagen. Bilbo ist einfach ein super
Charakter, der gerne mal grummelt und eigentlich keine Lust hat und
lieber daheim bleiben würde. Aber irgendwie juckt es ihn halt doch in
seinen behaarten Füßen, und er entscheidet sich, sich diese Chance auf
ein Abenteuer dann doch nicht entgehen zu lassen.
Ich persönlich
kann mich super in Bilbo hineinversetzen, eher als in Frodo zumindest.
Der hat irgendwie diese aufopferungsmäßige Gute-Figur-Schiene am laufen,
die mich ja doch eher nicht so anspricht. Und Martin Freeman spielt ihn
großartig! Ich hatte das ja von Anfang an erwartet, aber es war ein
Fest, ihn in der Rolle zu sehen. Ich kenne ihn ja sonst nur als John
Watson in Sherlock, und da ist er ja der bodenständige, grummelige
Sidekick zur exzentrischen Hauptfigur. Fantastische Besetzung,
jedenfalls!
Jetzt gabs im Vorfeld ja diverse
Diskussionen darüber, warum man den Hobbit, ein 351-seitiges Buch, auf
drei Filme verteilt, ebenso wie die HdR-Trilogie, die insg auf 1285
Seiten kommt. Dominik hat mir dazu ein nettes Bild an meine
Facebook-Wall gepostet, mit der Erklärung "money". Dem würde ich
grundsätzlich nicht widersprechen; natürlich wird aus einem Franchise
immer alles rausgepumpt, was nur irgendwie geht (Star Wars Angry Birds,
anyone?). Aber trotzdem untertützte ich die Tatsache, dass sie eine
Trilogie draus machen, voll und ganz. Ich bin immer gerne vorne mit
dabei wenns darum geht, zu jammern, dass Buch-Verfilmungen niemals
akribisch akkurat sind, und ich weiß, die meisten von euch sind es auch.
Und jetzt denkt mal drüber nach: 351 Seiten auf drei Filme, dass sind
118 Seiten pro dreistündigen Film, also knapp 40 Seiten pro Stunde. Das
ist fast Lesegeschwindigkeit, und selbst wenn man die umfassende
Backstory zurechnet, die PJ mit reingenommen hat (gute Wahl, btw!), dann
haben wir hier die wohl optimalste Umsetzung von Buch auf Film - ever!
Es wurde sich Zeit genommen fürs Detail, für (wie immer!) wunderschöne
Landschaftsaufnahmen von NZ, Gespräche, und und und. Da haben wir einen
echten Fanboy, der versucht, ein spitzen Buch in einen gebührenden Film
umzusetzen.
Gelungen, meiner Meinung nach.
Oh, und Gandalf!
Herrlich, sein Charakter gefällt mir im Hobbit auch nochmal besser als
in HdR. Da war er immer so schlecht gelaunt und fies zu Merry und
Pippin. Okay, die haben auch ne Menge Mist gebaut, aber im Hobbit ist er
sensationell.
Der einzige Kritikpunkt, den ich äußern kann: Was soll das mit dem
gutaussehenden Zwerg? Hä? Schon auf dem Poster springt Kili einfach
volle Kanne raus. Versteh ich nicht.
Also, Hobbit!
10/10, wen wunderts, nachdem ihr meine Review gelesen habt. Vielleicht
gehe ich sogar nochmal rein, aber erst im neuen Jahr. Mein Geldbeutel
blutet sonst.
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