Mittwoch, 19. September 2012

LotR: The Fellowship of the Ring - Tolkien

Der Herr der Ringe - The Fellowship of the Ring
Gelesen vom 29. August bis zum 19. September 2012

Ich weiß ich hänge vermutlich hinterher damit, Der Herr der Ringe zu lesen. So wie ich das sehe, lesen die meisten das vermutlich in etwas jüngeren Jahren, aber es macht auch mit 19 Spaß.
Nachdem ich ja Ende Juli den Habbot gelesen habe, um optimal auf die Verfilmung im Dezember vorbereitet zu sein, dachte ich: Es ist eine Schande, dass ich die Herr der Ringe Bücher noch nicht gelesen habe. Also habe ich mir während meinem ersten Ausflug auf die Oxford Street bei Foyles gleich alle drei Bände in einer passenden Box für 20 Pfund gekauft und direkt mit dem ersten begonnen.
Zum Inhalt werde ich wohl nicht zu viel sagen müssen, denn ich gehe davon aus, so ziemlich alle haben den Film gesehen. Auf der anderen Seite gehöre ich allerdings zu dieser Gruppe, und auch wenn böse Zungen behaupten, ich würde jedesmal einschlafen (dicke fette Lüge!), und ich muss schon sagen: So viel kann ich kaum verschlafen haben! Denn was mich zugebener Maßen echt irritiert hat was die Tatsache, dass mal eben die komplette erste Hälfte des Buches ABSOLUT, aber auch wirklich vollkommen anders ist als der Film. Tom Bomba-wer? Genau so saß ich vor dem Buch, als Frodo, Sam, Merri und Pippin fröhlich durch den Alten Wald spaziert sind und sich dann auch noch mit Grabunholden anlegten - oder kann jemand von euch was damit anfangen (Lisa und Laura sind außen vor).
Was am Anfang noch pure Verwirrung war, wandelte sich dann aber bald in begeistertes Interesse. Denn völlig andere Begebenheiten regen dann doch die Neugier an!
Im Vergleich dazu war die zweite Hälfte dann etwas magerer, denn zumindest ab der Wetterspitze gleichen sich Buch und Film dann fast wie ein Auge dem anderen. Selbstverständlich gibts im Buch eine größere Vielfalt an Charakteren, und Arwens Rolle fällt bei weiten kleiner und weniger wichtig aus (Hurra! Ich mag sie nicht!), aber zumindest die Schauplätze sind meiner Meinung nach überzeugend umgesetzt, und auch die Wahl der Schauspieler gefällt. Etwas schade ist das allerdings doch, denn dadurch war meine eigene Fantasie wenig gefordert, und erneut wurde mir klar: Bücher unbedingt lesen, bevor man die Filme anschaut!
Insgesamt sind es dann trotz allem 529 Seiten, auf denen nicht unbedingt allzu viel passiert. Wenn man im Film mal eine 5-10 sekündige Sequenz hat, in der man die Hobbits mit Streicher durch den Wald wandern sieht, sind dem im Buch mindestens 5-10 Seiten gewidmet. Das ist an sich nicht schlimm, und lässt es auch durchaus realistisch wirken (man braucht eben doch ne ganze Zeit, um von A nach B zu kommen, so ohne Pferd und alles), aber erklärt bestimmt, weshalb ich dann doch 20 Tage gebraucht habe. Auf der anderen Seite sind das knapp 26 Seiten pro Tag, und das ist doch einee gute Bilanz!

Abschließende Meinung:
Kann sich ziehen, und ist nicht unbedingt packend geschrieben. Aber man sollte es definitiv mal gelesen haben, oder wenigstens die erste Hälfte, so bis zur Ankunft in der Gaststädte Zum Tänzelnden Pony.

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