Sonntag, 3. November 2013

Thor: The Dark World

Thor: The Dark World
Gesehen am 01. (und 02.) November 2013 (keine dummen Kommentare jetzt)

Unser liebster hammerschwingender Donnergott ist zurück auf der großen Leinwand in einem Film, den ich natürlich sehnsüchtig erwartet habe! Da ja offenbar keine eine mitternachts-sneak-Premiere angeboten wurde und ich donnerstags von 6.30 Uhr bis abends um 10 beschäftigt bin musste ich mich bis Freitagsnacht gedulden. Dafür war ich aber dann Samstag gleich noch mal drin, weil Mama nicht alleine gehen wollte. Da sag ich doch nicht nein! Und froh bin ich auch, denn nach dem ersten mal schauen wäre die Review wohl etwas härter ausgefallen als sie jetzt letztendlich ist.

Zum Plot:
Nach der (sinnlosen, dämlichen, irgendwie bescheuerten) Zerstörung des Bifröst herrschte Chaos und Bürgerkrieg in den 9 Welten. Thor und seine Musketiere haben gerade so ziemlich den Frieden zurück gebracht, da tut sich eine neue Bedrohung auf: Jane Foster findet während ihrer Forschungsarbeit zufällig ein Portal in eine andere Dimension und entdeckt dort den Aether, eine uralte mächtige Waffe, mit deren Hilfe einst die Dunkelelfen um ihren Anführer Malekith die Welt unterjochen wollten. Jane, die diese Waffe jetzt in sich trägt, wird von Thor nach Asgard gebracht, aber in Sicherheit ist sie dort auch nicht. Malekith erklärt den Asen den Krieg um an seine Waffe in Form von Jane zu kommen, und Thor ist gezwungen, sich an seinen Bruder zu wenden, um Jane mit dessen Hilfe und gegen die Anweisung seines Vaters heimlich aus Asgard heraus zu schmuggeln um Malekith in eine Falle zu locken.

Grundsätzlich ein solider Actionfilm, der besonders durch seine unendlich vielen wirklich komischen Szenen punktet. Mehr als einmal hat der ganze Saal laut gelacht - bei beiden Vorstellungen! Auch die Geschichte an sich ist ordentlich inszeniert, hat jedoch eindeutige Schwächen. Beim ersten Mal anschauen wirkte gerade der erste Teil des Films ein wenig auseinandergerissen und unzusammenhängend, und gerade die "Bedrohung" durch die Dunkelelfen scheint schwach und eben nicht sehr bedrohlich. Mal abgesehen von den Masken, die schon irgendwie unheimlich sind, fragt man sich unwillkürlich: Was sind Malekiths Beweggründe? Warum alle Welten in Dunkelheit stürzen? Wir bekommen keinerlei Charaktertiefe für den Hauptantagonisten, was ein bisschen schade ist.
Der Grund dafür ist eindeutig: Es war einfach keine richtige Zeit, noch einen komplexen Charakter einzuführen, und viel von Malekiths potentieller Screentime ging sicher für Thors allseits beliebten (harr harr) bösen Stiefbruder drauf. Ich bin natürlich die letzte, die sich beschwert, aber die Schwerpunkte wurden hier eindeutig anders gelegt. Und zwar nicht ausschließlich auf Loki - der Film verbringt einen Großteil seiner Zeit in Asgard und gibt damit auch dem Allvater und seiner Königin einen aktiven Part. Wir bekommen ein besseres Bild von Thor in seiner natürlichen Umgebung (die gerade während einigen Kampfszenen extrem an Naboo erinnert - aber vielleicht lag das auch bloß an Natalie Portman) und dem Leben, was eigentlich für ihn vorgesehen ist.

Ich könnte noch mindestens 10 Seiten schreiben, aber vermutlich würde das die wenigsten interessieren. Lasst mich nur noch so viel sagen: Wie der erste Teil auch schon ist Thor: The Dark Kingdom nicht unbedingt einer der stärksten Marvel-Filme. Er gewinnt auch erst ab der Hälfte  an Dichte und Witz (und auch wenn ihr mir jetzt einredet, das läge an persönlichen Präferenzen), wenn sich nämlich die Brüder zusammentun. Trotzdem überzeugt der Film mit dem typischen Charme, den auch Teil 1 an den Tag legte, und gerade beim zweiten Mal anschauen habe ich ihn richtig genossen.

1 Kommentar:

  1. Lass dir bloß von keinem was erzählen! Wenn man einen Film (oder vielleicht sogar den ganzen Francise) genießt, sollte man sich das von nichts und niemandem madig machen lassen!

    AntwortenLöschen