Hier sind dann endlich die letzten zwei neuen Serien, die ich mir in dieser "Saison" angeschaut habe. Die erste ist NBC's Dracula, bei der der Name keine Fragen über den Inhalt offen lässt, und The CW's Reign, eine historische Serie über die jungen Jahre von Königin Maria Stuart.
Dracula 1x01
Gerade denkt man, Vampire sind wieder out, da haut der amerikanische Fernsehsender NBC, der uns zuletzt Hannibal bracht, eine Serie über den Vater als Blutsaugergeschichten raus. Dracula basiert, wie der Name schon sagt, auf Bram Stocker's Meisterwerk aus dem Jahre 1897 (was ihr übrigens alle unbedingt gelesen haben solltet. Nur so am Rande.).
Die Serie spielt im viktorianischen England (wen wundert's) und scheint sich wenigstens von den Charakteren her mehr an die Originalvorlage zu halten als zum Beispiel einige der Verfilmungen mit Christopher Lee. Dracula tarnt sich als amerikanischer Wissenschaftler und Industrieller namens Alexander Grayson und versucht sich in die Londoner High Society einzuschleusen um einen uralten Clan auszuschalten der für den Tod seiner Frau verantwortlich ist. Unterstützt wird er dabei von seinem treuen Diener Renfield und - und jetzt haltet euch fest, Kenner der Geschichte! - Professor Van Helsing. Ja, richtig gelesen. Er trifft dort außerdem auf den aufstrebenden Journalisten Jonathan Harker und dessen Verlobte Mina, die Draculas toter Frau aufs Haar gleicht.
So weit, so gut.
Der Stoff wurde nun wirklich schon unendliche Male verfilmt oder wenigstens als Basis verwendet, und man fragt sich wirklich: Brauch man echt noch eine Variante? Gespielt wird der berühmte Graf von Jonathan Rhys Meyers, den die meisten von euch wahrscheinlich als Henry VIII aus The Tudors kennen. Optisch gesehen passt er natürlich schon mal ziemlich gut auf Dracula, und sein Schauspiel ist auch überzeugend. Einziger Wehmutstropfen ist sein etwas merkwürdiger amerikanischer Akzent. Die tiefere Bedeutung seiner Tarnung als Amerikaner hat sich mir auch noch nicht ganz erschlossen, aber vielleicht ergibt sich das ja noch.
Vom Hocker gerissen hat die erste Folge mich nicht, aber Dank Sendeplatz am Freitagabend werde ich sie definitiv weiter verfolgen, denn am Wochenende habe ich ja sonst nichts zu schauen.
Reign 1x01
Reign stand ursprünglich gar nicht auf der Liste. Mehr durch Zufall bin ich letzte Woche auf die Serie gestoßen und habe mich entschieden, in die erste Folge mal rein zu schauen. Die Geschichte dreht sich, wie gesagt, um die jugendlichen Jahre von Queen Mary of Scotland, als sie sich am französischen Hof befindet. Es handelt sich allerdings nicht um eine Doku-ähnliche, historisch wertvolle Erwachsenenserie sondern ist quasi Jane Austen für Teenager mit kleinen mystery-Nebenteil.
In einer Review las ich einen wundervollen Satz der die Darsteller allesamt mit Hollister-Models verglich, und ich muss sagen: Das passt wirklich. Ein hübsch polierter Cast mit perfekten Zähnen ist natürlich ebenso elementar für eine Teeny-Serie wie das Liebesdreieck, und gepaart mit der unschuldigen, liebenswerten Hauptperson, die sich gegen unverdiente Angriffe und Verrat verteidigen muss haben wir hier die perfekten Zutaten für einen Hit. Das ganze wirkt direkt pädagogisch wertvoller durch den historischen Hintergrund, aber das es am französischen Hof spukte würde ich doch in Frage stellen.
Allerdings kommt Reign bei weitem nicht so flach und naiv-dämlich daher wie manch andere Serie dieses Formats, und ob es jetzt das romantisch-altertümliche, die wunderschönen Haarbänder und Kostüme oder der Soundtrack, der zu 50% aus Liedern von The Lumineers besteht, ist: Gefallen hat die Pilotfolge mir durchaus. Ich ordne es also ein unter guilty-pleasure Teenyserien direkt neben Pretty Little Liars, The Vampire Diaries und Teen Wolf.
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