Samstag, 20. April 2013

The Bucket List

The Bucket List (Das Beste kommt zum Schluss)
Gesehen irgendwann neulich auf DVD

Katie meinte neulich so zu mir 'Wir sollten unbedingt mal "The Bucket List" schauen'. Jetzt stand der Film auch schon länger auf meiner Merkliste, also warum nicht! Morgan Freeman und Jack Nicholson als zwei dem Tode geweite alte Männer die ihre letzten Tagen optimal ausnutzen wollen und auf eine Abenteuerreise gehen? Der Film verspricht Comedy und Tränen gleichzeitig!

Morgan Freeman spielt einen Normal- bis Wenigverdiener aus der Mittelschicht, der im Allgemeinwissensquiz ein Profi ist und gerne mehr aus seinem Leben gemacht hätte, das aber aufgrund seines gesellschaftlichen Hintergrundes nicht geschafft hat. Jack Nicholson ist ein reicher, relativ arroganter und schnöseliger Krankenhausbesitzer dem die Interessen des  kleinen Mannes grundsätzlich kaum egaler sein könnten. Bei beiden wird Krebs diagnostiziert und beiden wird noch höchstens ein halbes Jahr gegeben. Als temporäre Bewohner des gleichen Krankenhauszimmers lernen sich die beiden gezwungenermaßen kennen, aber es entwickelt sich natürlich bald eine Freundschaft. Und so kommen die beiden dann während einem Gespräch über Dinge, die sie gerne mal gemacht hätten aber nie geschafft haben, auf die Idee, Jack Nicholsons Geld für eine Weltreise rauszuschmeißen und ebendiese Träume alle noch zu leben. Spoiler: Auf dieser Reise lernen sie sich dann auch selbst besser kennen, Jack Nicholson wirft seine Arroganz über Bord, Morgan Freeman rettet seine Ehe und Jack Nicholson kittet die Beziehung zu seiner Tochter.

Ich habe gemischte Gefühle über diesen Film, weswegen ich auch mehr als eine Woche mit dem Schreiben der Review gewartet habe. Meine Erwartungen waren ziemlich hoch, und wenn ihr euch jetzt den Plot und Cast durchlest dann könnt ihr sicher vertehen, was ich meine: Witz, Charme, und trotzdem eine tiefe Ergriffenheit oder Melancholie, und ein extrem dramatisches Ende welches mehr als nur zu Tränen rührt. Aber während des gesammten ersten Teils des Filmes kam nichts davon so richig auf; es wirkte irgendwie flach. Natürlich gab es hier und da den einen oder anderen Witz, die waren auch jeweils gut platziert und konnte die Charaktere vernünftig kenenlernen. Aber mir hat da irgendwas gefehlt. Sobald das Team dann auf Reise geht wurde es sogar noch etwas schlimmer, und ich machte mir schon Sorgen, der Film würde mich am Ende noch total enttäuschen. Aber gute Nachrichten: Das Ende hat es allemal wieder rausgeholt! Kitschig, klar, und sicherlich auch in gewissen Punkten absolut vorhersehbar, aber mal Hand aufs Herz: Der ganze Film ist doch absolut vorhersehbar, und man schaut ihn sicher nicht wegen der Action oder der Spannung.

Ich würde den Film empfehlen, würde aber auch niemanden zwingen wollen, ihn zu schauen (wie zB bei Fdk, HdR oder Avengers), denn ich war, wie gesagt, nicht hundertprozentig überzeugt und könnte mir vorstellen, dass er den einen oder anderen von euch nicht unbedingt enttäuschen würde, aber auch nicht begeistern. Der Film hatte das Potential, perfekt zu sein, ist aber leider irgendwie vorbeigeschlittert.

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