Gelesen vom 23. April bis 07. Mai 2013
2 4,5-stündige Zugfahrten, und schon komme ich auf
durchschnittliche 53 Seiten am Tag! Ich muss mich allerdings auch ranhalten,
denn bei meiner 2013er-Reading-challenge hänge ich zurzeit ein Buch hinterher.
Allerdings kam Montag Morganville Nr
14 raus, also spätestens nächste Woche bin ich wieder drin.
Ruhig aber mal zum eigentlichen Thema: A Game of Thrones. Ich bemerke einen beunruhigenden Trend was meine
Bücherauswahl betrifft; ich habe auch dieses hier erst gelesen, nachdem ich die
Verfilmung gesehen habe. Es wird höchste Zeit, mich mal wieder von den
mainstream-Wälzern abzuwenden!
A Game of Thrones ist
der erste Band der Buchreihe A Song of
Ice and Fire, auf der auch die Fernsehserie Game of Thrones basiert, die seit 2011 auf dem amerikanischen
Pay-TV Sender hbo ausgestrahlt wird
und sich im Moment in der dritten Staffel befindet. Das erste Buch wurde schon
2001 veröffentlicht, also wie ihr seht: Ich springe etwas spät auf den Wagen
auf. Nachdem ich aber von diversen Seiten bequasselt wurde, mir doch mal die
Serie endlich anzuschauen (Dominik, Sahra und tumblr) bzw die Bücher doch jetzt
endlich mal zu lesen (ebenfalls Dominik und Laura G) konnte ich mich dann
irgendwann nicht mehr wehren. Und mal im Ernst, die Serie ist echt richtig gut!
Klare Sache also dass die Bücher her mussten.
Jetzt aber genug der Einleitung; kommen wir zum Plot. Grob
lässt die Handlung von A Song of Ice and
Fire sich ziemlich leicht auf den Punkt bringen: Sieben noble Familien
liefern sich einen (blutigen) Machtkampf um den Eisernen Thron der Sieben
Königreiche des Kontinents Westeros. Dabei geht es hoch her und in jedem
zweiten Kapitel stirbt eine Nebelrolle und in jedem dritten eine Hauptrolle –
zumindest kommt es dem Leser so vor.
Den Inhalt detailliert aber kurz zusammenzufassen ist quasi unmöglich, also muss die lange Variante her. Überspring den Teil ruhig falls ihr nur an meiner Meinung interessiert seid!
Die Handlung von A
Game of Thrones konzentriert sich größtenteils auf die Schicksale der
einzelnen Mitglieder der Familie Stark, die Wächter des Nordens. Eddard „Ned“
Stark, das Familienoberhaupt, ist ein guter Freund des Königs Robert Baratheon,
und als dessen rechte Hand Jon Arryn plötzlich stirbt holt Robert Ned zu sich
in die Hauptstadt um die Position der Hand zu übernehmen. Ned bringt seine
Töchter Sansa und Arya mit sich, denn Sansa soll Roberts Sohn Joffrey heiraten
und Arya endlich zu einer anständigen jungen Dame erzogen werden. Kurz nach
seiner Abreise bekommt seine Frau Catelyn einen Brief von ihrer Schwester Lyssa
Arryn. Diese ist davon überzeugt, dass Roberts Frau und Königin, Cercei
Lannister, und ihre Familie hinter Jon Arryn Tods stecken. Catelyn macht sich
daraufhin auf den Weg hinter Ned her um ihn vor der möglichen Gefahr zu warnen,
und ihr ältester Sohn Robb bleibt als Lord in Winterfell zurück, zusammen mit
dem jüngeren Bran und dem dreijährigen Rikkon.
Zeitgleich macht sich Jon Snow, Ned Starks Bastard-Sohn, auf, um sich der Night’s Watch anzuschließen – eine uralten Bruderschaft deren Aufgabe es ist, die Sieben Königreiche vor Angriffen aus dem wilden Norden zu schützen. Zu diesem Zweck wurde vor ewigen Zeiten mal eine riesige Mauer aus Eis errichtet, und an dieser hält die Night’s Watch wache (quasi wie Hadrian’s Wall in GB, bloß das anstatt der Schotten übernatürliche Eis-Zombies hinter der Mauer lauern. Unter anderem.)
Der dritte Strang der Erzählung befasst sich mit Daenerys Targaryen, Tochter des vorherigen Königs Aerys Targaryen, der vom Zwillingsbruder der Königin, Jaime Lannister, ermordert wurde. Daenerys und ihr älterer Bruder und rechtmäßiger Thronfolger Viserys mussten daraufhin fliehen und halten sich seitdem im Exil auf, fest entschlossen eine Armee aufzubauen und die Sieben Königreiche zurückzuerobern. Zu diesem Zweck „verkauft“ Viserys seine Schwester an den Pferdelord Drogo, Khal (König) und Anführer des Nomadenvolks der Dothraki, in der Hoffnung mit deren Hilfe sein Ziel zu erreichen.
Zeitgleich macht sich Jon Snow, Ned Starks Bastard-Sohn, auf, um sich der Night’s Watch anzuschließen – eine uralten Bruderschaft deren Aufgabe es ist, die Sieben Königreiche vor Angriffen aus dem wilden Norden zu schützen. Zu diesem Zweck wurde vor ewigen Zeiten mal eine riesige Mauer aus Eis errichtet, und an dieser hält die Night’s Watch wache (quasi wie Hadrian’s Wall in GB, bloß das anstatt der Schotten übernatürliche Eis-Zombies hinter der Mauer lauern. Unter anderem.)
Der dritte Strang der Erzählung befasst sich mit Daenerys Targaryen, Tochter des vorherigen Königs Aerys Targaryen, der vom Zwillingsbruder der Königin, Jaime Lannister, ermordert wurde. Daenerys und ihr älterer Bruder und rechtmäßiger Thronfolger Viserys mussten daraufhin fliehen und halten sich seitdem im Exil auf, fest entschlossen eine Armee aufzubauen und die Sieben Königreiche zurückzuerobern. Zu diesem Zweck „verkauft“ Viserys seine Schwester an den Pferdelord Drogo, Khal (König) und Anführer des Nomadenvolks der Dothraki, in der Hoffnung mit deren Hilfe sein Ziel zu erreichen.
Das war jetzt quasi das erste Viertel des Buches (vermutlich
nicht mal), also könnt ihr euch in etwa eine Vorstellung von dem extrem
umfangreichen Plot machen. Die Geschichte wird aus insgesamt acht verschiedenen
Blickrichtungen erzählt: Ned, Catelyn, Jon, Sansa, Bran, Arya, Daenerys und
Tyrion Lannister, Bruder von Jaime und Cercei und ein Zwerg. Persönlich bin ich
ja kein großer Fan mehrerer POV’s, denn meistens gibt es mindestens eine
Storyline, die total langweilig und/oder uninteressant ist. A Game of Thrones ist das erste Buch wo
mir die Aufteilung in gleich 8 unterschiedliche Erzähler tatsächlich gefallen
hat. Vermutlich liegt das daran, dass die Starks die für den Gesamtverlauf der
Geschichte interessanteste Storyline haben, Tyrion und Daenerys aber die besten
Charaktere sind. Wobei, alle Charaktere sind durch die Bank klasse. Von jeder
Sorte ist etwas dabei, und selbst die dreckigen Arschlöcher sind großartig
geschrieben. Selbst den egoistischsten Fiesling kann ich irgendwie nicht hassen
(außer Joffrey, der ist quasi Umbridge-Niveau).
Die Welt ist ebenfalls ziemlich gut konstruiert und extrem detailliert; sie steht Mittelerde hier eigentlich in nichts nach. Dank Karten am Anfang und spezifischer Beschreibungen kann man die Figuren auf ihren Reisen immer ziemlich genau verfolgen. Das ist ganz besonders von Vorteil wenn theoretische Kriegsplanung gemacht wird – und damit kommen wir zu einem Teil, der mir ganz besonders gut gefallen hat.
Richtig viele ernstzunehmende erwachsene Fantasy habe ich ja noch nicht gelesen wenn ich ehrlich bin. Damit meine ich jetzt Bücher, die nicht nur schöne Geschichten von Drachen und Zauberern erzählen, sondern hart an der Realität sind und machtpolitische Auseinandersetzungen, Allianzen und das Fädenziehen im Hintergrund im Vordergrund steht. Und genau das hat an Mists of Avalon gefallen und gefällt mir erneut an Game of Thrones. Jeder ist sich selbst der Nächste und auf seinen eigenen Vorteil bedacht; es wird verraten und verkauft was das Zeug hält und die ehrenhaften müssen dabei zusehen wie die Welt zugrunde geht – herrlich! Wie der Name schon sagt ist es ein Spiel – ein Spiel um den Thron, und spielst du das Spiel, dann gewinnst du oder du stirbst – es gibt nichts dazwischen.
Aber es geht nicht nur um die Macht, sondern auch um Familie, Liebe, Rache und Gerechtigkeit. Und wie wir an den Eis-Zombies ja schon sehen gibt es wie in jeder guten Fantasy-Welt auch ein übernatürliches Element. Abgesehen von den Zombies gibt es noch die Drachen, aber zu Magie an sich (und ob sie nun existiert) wird kein eindeutiges Statement abgelegt. Besonders verwirrend wird das dadurch, dass auch Religion eine wichtige Rolle spielt, und man nie so genau feststellen kann: War das jetzt Zauberei oder der Wille irgendeines Gottes? Aber das ist eine kleine Sache, und die verschiedenen eingebauten Religionen sind wirklich interessant und geben der Welt noch mehr Substanz.
Die Welt ist ebenfalls ziemlich gut konstruiert und extrem detailliert; sie steht Mittelerde hier eigentlich in nichts nach. Dank Karten am Anfang und spezifischer Beschreibungen kann man die Figuren auf ihren Reisen immer ziemlich genau verfolgen. Das ist ganz besonders von Vorteil wenn theoretische Kriegsplanung gemacht wird – und damit kommen wir zu einem Teil, der mir ganz besonders gut gefallen hat.
Richtig viele ernstzunehmende erwachsene Fantasy habe ich ja noch nicht gelesen wenn ich ehrlich bin. Damit meine ich jetzt Bücher, die nicht nur schöne Geschichten von Drachen und Zauberern erzählen, sondern hart an der Realität sind und machtpolitische Auseinandersetzungen, Allianzen und das Fädenziehen im Hintergrund im Vordergrund steht. Und genau das hat an Mists of Avalon gefallen und gefällt mir erneut an Game of Thrones. Jeder ist sich selbst der Nächste und auf seinen eigenen Vorteil bedacht; es wird verraten und verkauft was das Zeug hält und die ehrenhaften müssen dabei zusehen wie die Welt zugrunde geht – herrlich! Wie der Name schon sagt ist es ein Spiel – ein Spiel um den Thron, und spielst du das Spiel, dann gewinnst du oder du stirbst – es gibt nichts dazwischen.
Aber es geht nicht nur um die Macht, sondern auch um Familie, Liebe, Rache und Gerechtigkeit. Und wie wir an den Eis-Zombies ja schon sehen gibt es wie in jeder guten Fantasy-Welt auch ein übernatürliches Element. Abgesehen von den Zombies gibt es noch die Drachen, aber zu Magie an sich (und ob sie nun existiert) wird kein eindeutiges Statement abgelegt. Besonders verwirrend wird das dadurch, dass auch Religion eine wichtige Rolle spielt, und man nie so genau feststellen kann: War das jetzt Zauberei oder der Wille irgendeines Gottes? Aber das ist eine kleine Sache, und die verschiedenen eingebauten Religionen sind wirklich interessant und geben der Welt noch mehr Substanz.
Um das ganze zusammenzufassen würde ich also sagen: Wer auf
machtpolitische Spielereien steht und beim Lesen gerne nachdenkt sollte A Game of Thrones eine Chance geben –
sowohl dem Buch als auch der Serie. Ich würde nicht mal sagen: Lest auf jeden Fall erst das Buch!, denn
die Serie ist quasi 1:1 übersetzt (besser als der Hobbit, denn es kamen keine
komischen weißen Orks dazu) und sowohl von der Szenerie und Machart als auch
von der Geschichte ansprechend. Das Buch dagegen geht natürlich mehr ins Detail
was Gedanken und Gefühle betrifft, aber das ist auch kein Wunder. Aber leichte
Unterhaltung ist es auf keinen Fall, also Hirn ausschalten ist nicht drin. Wenn
das aber nach dieser Review noch jemand erwartet hat dann würde ich vom Lesen
oder Schauen von GoT echt abraten.
Lasst euch auf keinen Fall von den vielen POV’s oder der massigen Auswahl an
Charakteren abschrecken. Man braucht zwar einen Moment, bis man sich zu Recht
gefunden hat, aber spätestens nach den ersten 400 Seiten kann man die meisten
Namen zuordnen. Ebenfalls nicht abschrecken lassen sollte man sich von der
Anzahl an Bänden in dieser Buchserie und die jeweilige Seitenanzahl (um die 800
sind es immer). Fahrt einfach dauernd Zug, dann habt ihr euch da schnell
durchgeknabbert!
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