I Give It A Year
Gesehen am 27. Februar 2013 im Kino
Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von "Sandi und ihr Hass gegenüber Frauenfilmen" oder "Warum zum Geier gehe ich immer wieder in diese dämlichen Chick-Flicks?" Zu meiner Verteidigung: Es war nicht meine eigene Idee, wie bei Fremdfischen, und Katies Hostmum Elizabeth hat uns eingeladen. Trotzdem: Nicht mal Simon Baker hat den Film großartig gerettet.
I Give It A Year (zu deutsch: Das hält kein Jahr!) handelt von einem frischverliebten Pärchen, das sich nach nur 7 Monaten entscheidet, zu heiraten weil das auch immer so gut klappt. Natürlich kommt das unvermeidliche: Sie lernen sich erst nach der Hochzeit so richtig kennen und fragen sich dann mehr als einmal kopfschüttelnd "Welchen Affen hab ich mir da bloß angelacht?".Verschiedene Komplikationen tauchen dann auch auf in Form von attraktiven Arbeitskollegen
und zwar wirklich attraktiv, halloooo, Simon Baker und Ex-Partnern, über die man vielleicht aber vielleicht auch nicht längst hinweg ist, Schwiegereltern
extrem originell
und diversen anderen Feuerstellen. Also eine völlig überraschend neue
Geschichte die in dieser Form noch nie vorher erzählt wurde.
Not.
Die
Charaktere sind teilweise ein wenig überzogen, angefangen beim Ehemann,
der sich oft zu kindisch anstellt um noch realitisch zu wirken, und
geendet beim besten Freund, der wohl der Komiker sein soll, aber dessen
komplette Existenz bei mir nur Kopfschütteln hervorbringen konnte. Ich
sage es nochmal: Zu überzogen. Die Charaktere haben untereinander auch
wenig Chemie, und gerade bei den Newlyweds frage ich mich ernsthaft,
warum die überhaupt geheiratet haben, denn verliebt wirken die an keinem
Punkt des Films. Nat, die Frau, ist auch irgendwie unsympathisch und
seltsam, genauso wie der Rest der Charaktere, ja, sogar Simon Baker,
dessen Rolle irgendwie fast die gleiche ist wie in
Der Teufel trägt Prada (übrigens einer der wenigen, wenn nicht der einzige Chick Flick den ich mag und empfehle).
Und
bei den "Comedyeinlagen" habe ich auch bloß aus Höflichkeit gelacht
denn Elizabeth saß neben mir und immerhin hat sie uns eingeladen.
Vom Ende will ich gar nicht erst anfangen, denn das hat dem Film dann
entgültig all seine letzten minimalen Spuren an Glaubwürdigkeit geraubt
und einem alles andere als überzeugenden Film eine angemessene Krone
aufgesetzt. Für die kreischende Frauengruppe zwischen 20 und 30 hinter
uns war es sicher die Limonenscheibe am Cosmopolitan, aber ich kann mich
einfach für sowas nicht erwärmen. Dann schaue ich mir ja eher
Another Day To Die Hard an, obwohl ich Bruce Willis nicht mag.
So,
genug über den Film hergezogen
ich komme zum Ende meiner Review eines Filmes, an den ich mikroskopisch
kleine Erwartungen hatte, und kann daher sagen: Voll erfüllt! Wenn man
auf Frauenfilme steht kann man diesen hier sicher ertragen, aber für
mich waren es 97 Minuten, die ich lieber mit diversen anderen Dingen
verbracht hätte. Aber hey, einer geschenkten Lasagne schaut man nicht
ins Maul? Kinostart bei euch in Deutschland ist irgendwann im April, und
ich hoffe einfach dass Oz - The Great And Powerful besser wird.
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